Servus aus München: Wie Jana Stadtspiegel entstand und vier Experten über digitale Zwillinge sprechen

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Eingeladen vom Zertifikatsprogramm Digital Twins für Städte der TU München, habe ich beim abendlichen Netzwerktreffen im Löwenbräukeller eine neue Art gefunden, über digitale Zwillinge zu reden: mit einer Geschichte. So entstand Jana Stadtspiegel. Und vier Stimmen aus dem Münchener Netzwerk zeigen, wo Deutschland wirklich steht.

Vor einigen Monaten war ich in München, weil mich Dr. Stefan Trometer für das Zertifikatsprogramm Digital Twins für Städte der Technischen Universität München eingeladen hatte. Am Abend verlagerte sich die Diskussion in den Löwenbräukeller: kein Programm, keine Folien, dafür viele Gespräche und eine ganz andere Art, über das Thema zu sprechen.

Genau aus diesem Abend ist eine Podcastfolge entstanden.

Jana Stadtspiegel: Eine Geschichte statt einer Definition

Im ersten Teil der Folge lernen wir Jana Stadtspiegel kennen: eine fiktive Stadtplanerin, die die Aufgabe bekommt, einen digitalen Zwilling in ihrer Verwaltung aufzubauen. Anhand ihrer Reise wird schnell klar: Digitale Zwillinge sind weniger ein technisches Thema als eine Frage von Zusammenarbeit, Verständnis und Umsetzung im Alltag.

Vier Thesen zum Stand der digitalen Zwillinge in Deutschland

Aus Janas Geschichte stammen vier Beobachtungen, die vielen Digitalisierungsbeauftragten vertraut sein dürften:

  • Es gibt keine gemeinsame Definition, was ein digitaler Zwilling eigentlich ist.
  • Das klassische Henne-Ei-Problem: Fachabteilungen verweisen auf die GIS-Abteilung, die GIS-Abteilung wartet auf den Auftrag.
  • Der Begriff selbst überzeugt kaum – entscheidend sind konkrete Mehrwerte: Handlungsfähigkeit, Vorsorge, schnellere Entscheidungen.
  • Der größte Engpass liegt nicht in der Technologie, sondern in der Integration in bestehende Prozesse.

Vier Stimmen aus dem Münchener Netzwerk

Im zweiten Teil der Folge kommen Experten aus dem Münchener Netzwerk zu Wort mit pragmatischen Einblicken in den Stand der Dinge:

„Digitale Zwillinge werden schon heute breit eingesetzt, zum Beispiel für Klimaanpassung oder Hochwasserschutz.”

Lea Hemetsberger, Esri Deutschland

„Wir fokussieren uns auf einfache Modelle, mit denen man direkt arbeiten kann und die Planung wirklich voranbringen.”

Marc-Christian Hodapp, urbanistic.

„Die größte Herausforderung ist, Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzubringen und langfristig nutzbar zu machen.”

Thomas Weninger, Bentley Systems

„Der digitale Zwilling entfaltet seinen Nutzen verstärkt mit zunehmender Dauer über den gesamten Lebenszyklus und braucht dafür einen langen Atem.”

Peter Rummel, Bentley Systems

Weiterführende Angebote

Wer das Thema vertiefen möchte, findet im kompakten Leitfaden Digitale Zwillinge eine pragmatische Orientierung. Das begleitende Online-Programm „Digitale Zwillinge in der Umsetzung” stellt konkrete Anwendungsfälle und den fachübergreifenden Austausch in den Mittelpunkt.


Das Online-Programm ist eine gemeinsame Initiative des Informationsportals urban-digital.de und des Deutschen Dachverbands für Geoinformation (DDGI). Es richtet sich an kommunale Mitarbeiter, die digitale Zwillinge nicht nur verstehen, sondern in ihrer Verwaltungspraxis konkret voranbringen möchten. Weiterführende Informationen zum Online-Programm finden Sie hier.

Mitwirkung erwünscht

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