Freitag, 24. Mai 2024

Tipps für digitale Städte: Urban Digital Guide

Wir fragen unser Netzwerk: Welchen inhaltlichen Tipp würden Sie einem kommunalen Digitalisierungsbeauftragten für die Umsetzung von Smart-City-Projekten mit auf den Weg geben?

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Digitale Stadtplanung und Beteiligung – Austauschrunde initiiert

Unser neues Austauschformat zu aktuellen Trends und Projekten der digitalen Stadtplanung und Beteiligung fußt auf drei wesentlichen Ideen. Erstens ist es ein wiederkehrendes Format, denn nur durch einen kontinuierlichen Austausch lassen sich die Komplexität und die Potenziale dieses Themenfeldes erschließen. Gleichwohl ist aufgrund unterschiedlicher Themenschwerpunkte, die Teilnahme interessierter Personen an den einzelnen Terminen freiwillig.

Zweitens repräsentieren die Teilnehmer:innen einen Akteursmix aus Wissenschaft, Planungsbüros, Lösungsanbietern, Immobilienwirtschaft und Kommunen. Denn oft mangelt es für die Meisterung von aktuellen Herausforderungen in der Stadtplanung weniger an fehlenden Best Practices oder Tools, sondern an der organisatorischen Komponente: Wo wurde schon welches Erfahrungswissen gesammelt? Wer kennt wen? Wer hat welche Ressourcen und Kompetenzen? Wo lassen sich Synergien schaffen?

Drittens verzichten wir bei diesem Austauschformat auf das klassische Bühne/Publikum-Konzept und laden stattdessen alle Teilnehmer:innen dazu ein, ihre Gedanken zu den vorgestellten Inputs mit allen zu teilen. Nach jedem Input gibt es Raum für Diskussion, die bei Bedarf in einen bilateralen Austausch münden kann.

Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu folgenden Veranstaltungen dieser Austauschrunde finden Sie hier.

1. Da fällt uns ein…

Zu Beginn der Vorstellungsrunde haben sich alle Teilnehmer:innen vorgestellt und in Eingangsstatements beantwortet, welche drei Begriffe ihnen beim Einsatz digitaler Technologien in Stadtplanungs- und Beteiligungsprozessen einfallen. Häufig erwähnt wurde die Facette der gleichberechtigten Teilhabe an sich zunehmend digitalisierenden Beteiligungsprozessen. Dies fügt sich nahtlos in die übergeordnete Herausforderung der Digitalisierung als gesellschaftlichen Transformationsprozess ein. Denn der breit aufgestellte Aufbau von Medienkompetenzen ist essenziell für die Nutzung von digitalen Möglichkeiten zum Ziele einer fairen Teilhabe am Gesellschafts- und Wirtschaftsleben. Wenn alle Bevölkerungsgruppen entsprechend befähigt werden, so eröffnen digitale Tools bisher ungeahnte Möglichkeiten, die Zugänglichkeit, Zukunftserfahrbarkeit und Verräumlichung von stadtplanerischen Inhalten zu steigern. Beispiele hierfür sind interaktive Kartenanwendungen, Stadtmodellebzw. –simulationen sowie Technologien für immersive Wahrnehmungen von geplanten Raumszenarien mittels Virtual/Augmented Reality und Touchtables.

Vonseiten der Stadtverwaltung stellt sich in diesem Zusammenhang konkret die Notwendigkeit nach dem internen Kompetenzaufbau, denn selbst wenn die Tools frei als Open Source verfügbar sind, so kann deren technische Implementierung nur mit entsprechender Fachexpertise gelingen. Zudem steht und fällt das Entfaltungspotenzial eines jeden Tool mit dem Grad der (Geo)Datenverfügbarkeit, Interoperabilität und der dafür erforderlichen behördenübergreifenden Zusammenarbeit. Aus prozessualer Sicht stand zudem die Frage im Raum, wie digitale Technologien so in Stadtplanungs- und Beteiligungsprozesse eingeflochten werden können, dass sie einen deutlich erfahrbaren Mehrwert stiften.

Über Urban Digital

Dieses Portal informiert über Themen, Akteure, Projekte und Strategien rundum die digitale Stadt. Unsere Vision ist es, die Triebkraft der Digitalisierung in die Bahnen einer erstrebenswerten Stadtentwicklung zu lenken.

Dazu forcieren wir den inhaltlichen Austausch über die digitale Stadt zwischen Akteuren aus Forschung, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft.

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Dimitri Ravin
Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

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