Sonntag, 21. April 2024

Einladung – Urban-Digital-Netzwerktreffen in der Metropole Ruhr am 06. Mai

Anfang Mai wird unser nächstes Netzwerktreffen im 19. Stockwerk des Essener Ruhr Towers stattfinden. Wir laden Sie als Leser:innen und Partner herzlich dazu ein, sich über wichtige inhaltlich-strategische Gedanken der digitalen Stadtentwicklung auszutauschen.

StartDigitale StadtverwaltungLernen von der Smart City Ahaus

Lernen von der Smart City Ahaus

Während einer Tagesexkursion im Oktober 2020 habe ich dank einer Einladung von Dr. André Wolf, Leiter der Stabstelle Smart City Münster, Einblicke in die Smart City-Partnerschaft der Städte Münster und Ahaus erhalten. Die Mitarbeiter*innen der Münsteraner Stadtverwaltung wurden von der Ahauser Stadtverwaltung/-spitze und dem IT-Unternehmen Tobit.Software empfangen und durch die Stadt geführt. Das westfälische Ahaus zählt knapp 40.000 Einwohner*innen und liegt an der niederländischen Grenze in der Nähe von Enschede.

Meines Erachtens ist die Stadt in puncto Smart City-Entwicklung in der Fachwelt medial stark unterrepräsentiert. Während der Exkursion hat mich dieser Umstand verstärkt beschäftigt, denn hinsichtlich digitaler Stadtentwicklung stellt die Stadt ein spannendes Reallabor dar, mit dessen Hilfe ich persönlich fünf Themenbereiche vertiefen konnte.

1. Organisatorische Learnings von der Verwaltung

Zwei organisatorische Punkte, die meines Erachtens mittlerweile zum Konsens digitaler Stadtentwicklung gehören, ließen sich für mich auch in Ahaus beobachten. Zum einen liegen in der Ahauser Stadtverwaltung die Verantwortlichkeiten für die Digitalisierung im Verwaltungsvorstand, denn dieser umfassende Transformationsprozess erfährt an Aufwind, wenn die Stadtspitze ihn aktiv beabsichtigt. Zum anderen hat sich im Zuge des Digitalisierungsprozesses auch in Ahaus die Erkenntnis herausgebildet, dass die Zusammenführung der Datenbestände von einzelnen Verwaltungsabteilungen essenziell ist. Erst wenn die Datensilos der einzelnen Fachabteilungen aufgebrochen werden, lassen sich Synergieeffekte für das urbane Datenmanagement und die gestaltende Stadtentwicklung generieren.

Darüber hinaus illustriert Ahaus hervorragend, dass die Chancen kleinerer Kommunen für erfolgreiche Smart City-Entwicklungen in ihrer Überschaubarkeit liegen. Diese ermöglicht letztlich eine einfachere Vernetzung und Einbindung aller Akteure, um Smart City-Projekte umsetzen zu können.

2. Lokalen Handel und Gastronomie stärken

Für die Digitalisierung des Einzelhandels wählen viele Städte den Weg, ihr lokales Kaufangebot vollständig zu digitalisieren und gebündelt auf einer lokalen Shoppingplattform bspw. unter Zuhilfenahme von Dienstleistern wie Atalanda, bereitzustellen. Die Ganzheitlichkeit der Plattform erfordert dabei ein fortlaufendes und zeitaufwändiges Einpflegemanagement seitens der lokalen Anbieter.

Über Urban Digital

Dieses Portal informiert über Themen, Akteure, Projekte und Strategien rundum die digitale Stadt. Unsere Vision ist es, die Triebkraft der Digitalisierung in die Bahnen einer erstrebenswerten Stadtentwicklung zu lenken.

Dazu forcieren wir den inhaltlichen Austausch über die digitale Stadt zwischen Akteuren aus Forschung, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft.

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Dimitri Ravin
Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

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