Mittwoch, 1. Dezember 2021

Austausch über Begleitforschung in Smart City-Förderprogrammen

Am Mittwoch, dem 8. Dezember findet von 9.00 bis 10.30 Uhr die 6. Ausgabe unserer interkommunalen Austauschrunde „Smart City, aber mit Strategie“ online statt. Dieses Mal freuen wir uns auf die Inputs und Gespräche mit Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves (Universität Siegen), Ulf Ries (Cassini Consulting), Jan-Andreas Liebscher (Landeshauptstadt München) und Prof. Dr. Marc Redepenning (Otto-Friedrich-Universität Bamberg).

StartDigitale StadtModellhaftes LoRaWAN-Funknetz der Stadt Delbrück

Modellhaftes LoRaWAN-Funknetz der Stadt Delbrück

Die nordrhein-westfälische Stadt Delbrück wird als Mitglied der Digitalen Modellregion Ostwestfalen-Lippe vom Land NRW beim Ausbau ihres LoRaWAN-Funknetzes unterstützt (Fördervolumen ca. 1 Mio Euro). Zweck des zweiteiligen Förderprojektes ist es, Erfahrungen mit dieser Technologie zu generieren, die ihren Einsatz in weiteren Kommunen in technischer, organisatorischer und rechtlicher Hinsicht, erleichtern sollen.

In der dreimonatigen Konzipierungsphase (bis Februar 2019) wurden in Zusammenarbeit mit der regio iT GmbH als technischem Dienstleister, drei Gateways und 30 Sensoren installiert. Mit diesen konnten 12 Anwendungsfälle in einzelnen Stadtteilbereichen umgesetzt werden, darunter auch eine Pumpwerküberwachung zur Vermeidung von Ausfallzeiten und Störungen, Grundwasserpegelmessung zur automatisierten Erfassung und Übertragung der Pegelstände sowie das automatisierte Monitoring von Wasser-, Öl- und Stromverbräuchen der stadteigenen Liegenschaften. In der aktuellen Projektphase (bis 2022) wird die Schaffung eines öffentlichen und flächendeckenden Netzes angepeilt, mit insg. >10 Gateways und über 1300 Sensoren für 25 Anwendungsfälle in der Stadtentwicklung. Getreu des regionalen Modellcharakters arbeitet die Stadt Delbrück an einer kooperativen Regionalisierung des LoRaWAN-Netzes zu den nahe gelegenen Partnerstädten Soest, Lippstadt und Paderborn.

Bezogen auf die Merkmale lassen sich folgende weiterführende Informationen festhalten:

  • Anpassungen der Visualisierungsplattform, die durch das Projektbudget finanziert werden, stehen kostenfrei zur Verfügung. Betrieb, Customizing und Pflege der Plattform bleibt kostenpflichtig.
  • Sehr gerne werden alle Unterlagen und anderweitig dokumentierte Erfahrungen – sofern (vergabe-)rechtlich zulässig – zur Verfügung gestellt. Dies wird gebündelt im laufend fortgeschriebenen „Übertragbarkeitskonzept“ verfügbar gemacht. Auf Anfrage wird das Konzept im Entwurfsstadium an Interessenten übersendet. Die finale Version kann nach Projektende auf der städtischen Homepage heruntergeladen werden.
  • Im Pilotprojekt wurden insgesamt 9 zielgruppenspezifische Workshops mit Teilnehmer*innen der Stadtgesellschaft durchgeführt. Der Input aus den Workshops ist in die Konzeption des Folgeprojekts geflossen.
  • Das LoRaWAN-Netz und die Anwendungsfälle werden dauerhaft betrieben. Nach Ende der Förderung wird der Betrieb entweder durch eigene Mitarbeiter*innen oder eine Netzagentur fortgeführt. Die Implementierung weiterer Anwendungsfälle ist explizit vorgesehen.

Quellen: Stadt Delbrück, Digitale Heimat Paderborn | Abb.: Stadt Delbrück

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Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

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