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Smart City Neuigkeiten – Oktober 2020

1. Projekte

Digitale Beteiligung und Kompetenzen der Stadtgesellschaft

  • Die Stadt Wolfsburg wendet den europäischen Referenzrahmen „DigComp“ für digitale Kompetenzen an, um ihre Bildungslandschaft evaluieren und im nächsten Schritt bessere Medienkompetenz-Angebote für die Stadtgesellschaft schaffen zu können.
  • Der im Frühjahr gestartete Aufruf der Bertelsmann Stiftung zur Schaffung von Online-Diskussionsräumen für den Austausch von Kommunalvertreter*innen und Bürger*innen trägt seine Früchte: eine der zehn Pilotkommunen ist Stendal mit ihrem Projekt “Stendal besser machen“. Auch Coburg setzt als weitere Pilotkommune digitale Beteiligung um.

Digitalisierung der Kommunalverwaltung

  • Stadt Osnabrück eröffnet ein digitales Serviceportal mit ITEBO als IT-Dienstleister. Das Portal soll im Anfangsstadium als eine Übersicht von allen Verwaltungsdienstleistungen dienen.
  • Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte zählt einige Tausend Einwohner*innen und führte vor Kurzem ihr digitales Rathaus ein, um die Kommunikation mit der Stadtgesellschaft zu vereinfachen. Die App bietet derzeit 16 Dienstleistungen an.
  • Die Stadt Geldern führt einen digitalen Stadtgutschein ein, um die lokale Wirtschaft in Zeiten der Pandemie zu unterstützen. 150.000 € werden vom Stadtrat bereitgestellt, um Kund*innen zum Kauf der Gutscheine anzureizen.

Urbane Daten und IT-Infrastruktur

  • In Ulmer Stadtquartier Eselsberg baut das Münchener Startups Hawa Dawa ein LoRaWAN-Netz auf, um Zeitreihen für Luftmessungen zu generieren. Perspektivisch sollen auf Basis der ermittelten Datenreihen Entscheidungen für die Handlungsfelder Gesundheit, Mobilität und Klimawandelanpassung abgeleitet werden.
  • Das Daten-Kompetenzzentrum für Städte und Regionen (DKSR) wird durch das Fraunhofer IAO, die Telekom, Axxessio und das Urban Software Institute gegründet. Ziel des neu gegründeten Konsortiums ist es, Kommunen und Regionen die Expertise und Infrastruktur rundum urbanes Datenmanagement aus einer Hand bereitzustellen.
  • Stadt Taunusstein lagert ihre IT-Infrastruktur zum IT-Dienstleister aus und möchte sich in Zukunft mit den frei gewordenen Kapazitäten auf Management-Tätigkeiten fokussieren.
  • Die Stadt Hamburg veröffentlicht ihr Dashboard für urbane Daten namens “Urban Data Platform Cockpit“.

Organisatorisches / Initiativen

  • Die Smart Country Convention fand Ende Oktober als führende Leitmesse für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors, dieses Jahr digital statt und alle Sessions sind nach einer Registrierung online abrufbar.
  • In Gießen startet das vom BMWi geförderte und von der Deutschen Energie-Agentur umgesetzte Future Energy Lab als Labor für die Erforschung von digitalen Technologien im Kontext der Energiewende.
  • Die Bundesinitiative Stadt.Land.Digital übergibt ihre Geschäftsstelle an das Forschungsinstitut WIK in Bad Honnef. Im Interview erklärt Alex Dieke die Ausrichtung und Themenschwerpunkte der aufkommenden Arbeit.

2. Veröffentlichungen

  • Die Stadt Ulm verabschiedetet ein kommunales Datenethikkonzept, das als selbstverbindliche Leitlinien für die Nutzung von Daten in der digitalen Stadtentwicklung dienen soll und Transparenz für Bürger*innen schaffen soll.
  • Die Morgenstadt-Initiative veröffentlicht eine Publikation zum Wert urbaner Daten. Dazu veröffentlicht das Fraunhofer IAO auch einen Leitfaden für den Umgang mit kommunalen Daten.
  • Der Berliner Senat beschließt das Grünbuch für die Digitalisierungsstrategie, auf dessen Grundlage die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe nun alle Digitalisierungsbestrebungen der Hauptstadt koordinieren und bündeln soll.
  • Gemeindebund veröffentlicht Handreichung XPlanung und XBau in aktualisierter Auflage, so dass auch OZG-bezogene Änderungen enthalten sind.

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3. Fachwissen

  • Open Data birgt großes Potenzial für die Ausweitung des Informationsflusses und Transparenz in einer Stadtgesellschaft. Mit der Open Data Toolbox stellt die Bertelsmann Stiftung ein Werkzeug zur Verfügung, um explizit die Bedürfnisse der Nachfrageseite und gemeinnütziger Organisationen im Speziellen, zu ermitteln.
  • Das BMI startet ein aktualisiertes Dashboard jener OZG-Leistungen, die bereits umgesetzt sind, in Planung sind bzw. in Umsetzung sind in allgemeiner und konkreter Form.
  • Die ersten autonomen Fahrzeuge mit dem Automatisierungslevel 4 werden als sogenannte people mover auf abgeschlossenen Geländen wie Flughafenterminals oder Firmengeländen zum Einsatz kommen.
  • Die chinesische Hochtechnologiestadt Shenzhen testet eine digitale Währung in der Stadtgesellschaft. Umgerechnet werden ca. 1,26 Mio € an 50.000 Bürger*innen digital vergeben. Nach Facebooks “Libra” überlegt auch die europäische EZB über ähnliche Vorhaben.

4. Veranstaltungen im November

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Dieses Portal informiert über Themen, Akteure, Projekte und Strategien rundum die digitale Stadt. Unsere Vision ist es, die Triebkraft der Digitalisierung in die Bahnen einer erstrebenswerten Stadtentwicklung zu lenken.

Dazu forcieren wir den inhaltlichen Austausch über die digitale Stadt zwischen Akteuren aus Forschung, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft.

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Dimitri Ravin
Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Intiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Neben seinem Studium der Stadtplanung, ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Zuletzt untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war davor als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Kontakt: info [at] urban-digital [.] de

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