Samstag, 1. April 2023

Einladung zur Fachexkursion Fulda/Eichenzell am 22.-26. Mai 2023

Was halten Sie von der Idee, für eine Werkwoche mit 10-15 Smart-City-Expert:innen aus digitalen Kommunen, Unternehmen und Wissenschaft aus ganz Deutschland arbeiten, netzwerken und umgesetzte Smart-City-Projekte entdecken zu können?

StartSmart CitySmart City NeuigkeitenSmart City Neuigkeiten – Januar 2023

Smart City Neuigkeiten – Januar 2023

1. Digitale Mobilität und öffentlicher Raum

  • Um Radfahrer:innen bedarfsgerechte Informationen für eine sichere Routenplanung bereitstellen zu können, hat das Land Berlin mit Google Maps eine Kooperation verkündet. Die Senatsverwaltung plant die Weitergabe von Daten über das Fahrradstraßennetz an den Kartendienst.
  • QR-Code basierte Interaktion mit Fitnessgeräten im öffentlichen Raum, mitlaufendes Licht und Glascontainer mit automatisierten Füllstandsmessungen – Die Smart-City-Entwicklung in Gera wird schrittweise im Stadtbild erkennbar und gewinnt an Dynamik.
  • Ein innovativer Mobilitätsdienst, der sich als Kombination zwischen Carsharing und automatisiertem Fahren einordnet. Im Hamburger Stadtteil Bergedorf wird das Start-up Vay sein teleoperiertes Fahren ohne Sicherheitsfahrer pilotieren.
  • Das BMDV hat die sieben Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen des Programms „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ gefördert werden sollen. Das Bundesverkehrsministerium stellt damit für die Umsetzung von multimodalen Apps, On-Demand-Verkehren u.v.m. 150 Millionen € bis zum Jahr 2025 zur Verfügung.
  • Die Stadt Regensburg hat im Rahmen ihrer Smart-City-Entwicklung ein Konsortium mit der Erstellung einer Konzeptstudie für einen intelligenten Winterdienst beauftragt. Kernfrage ist, wie der Winterdienst resilienter in Bezug auf Klimawandel bedingte Wetterveränderungen werden kann.

2. Digitale Verwaltung und Infrastruktur

  • Der Digitalisierungsrat der Stadt Potsdam führt für seine interne Kommunikation das Tool “Humhub” ein. Die Nutzung des Open-Source-Tools soll den abteilungsübergreifenden Wissenstransfer fördern und perspektivisch im Konzern Kommune ausgerollt werden.
  • Nach einer fünfjährigen Übergangsphase wird die Anwendung von XPlanung ab dem 01. Februar 2023 für öffentliche Planungsstellen verpflichtend. Der digitale Standard für Planungsverfahren homogenisiert den Stakeholder- und ebenenübergreifenden Austausch von Plandokumenten.
  • Seit dem Start des Smart-City-Qualifizierungsprogamms für brandenburgische Kommunen, haben 45 Smart-City-Manager:innen ein Zertifikat erhalten. Das Programm wird von der Digitalagentur Brandenburg gemeinsam mit Partnerschaft Deutschland umgesetzt.
  • Digitale Urbane Zwillinge sind in aller Munde, denn in jüngster Zeit werden sie von unterschiedlichsten Fachrichtungen und Anwendungsfällen heraus vorangetrieben. Das von der TU München und Partnern entwickelte Smart District Data Infrastructure vereint diese Domänen unter einem Dach, in dem es eine schnittstellenoffenen Katalogdienst für modulare 3D-Stadtmodelle schafft.
  • Um das Anliegenmanagement für Bürger:innen bequemer und verwaltungsintern effizienter gestalten zu können, baut die Stadt Krefeld ihr Serviceportal sukzessive als zentrale Anlaufstelle und Schnittstelle für verschiedenste Anliegen aus.
  • In Köln werden im Zeitraum von Mitte Januar bis Mitte März 2023 die georeferenzierten Panoramabilder durch eine neue Befahrung aktualisiert. Mittels des Desktop-Zugriffs auf Stadtraumbilder entfallen für mehrere Ämter der Stadtverwaltung zahlreiche Ortstermine zur Einschätzung von örtlichen Gegebenheiten.
  • Aufgrund eines erneuten Cyberangriffs hatte die Potsdamer Stadtverwaltung Anfang Januar ihre Verbindung zum Internet vorsorglich gekappt und einen Krisenstab einberufen.
© TUM Institute for LifeLong Learning

3. Governance und Organisatorisches

  • Binnen der nächsten 16 Monate müssen öffentliche Stellen in der EU bereits existierende Daten in maschinenlesbarer Form als Open Data bereitstellen. Unter den sechs Kategorien finden sich unter anderem Geo- sowie Umweltdaten, die kommunale Verwaltungen betreffen.
  • Es gibt erfreuliche Neuigkeiten für die Beschleunigung der hessischen Smart-City/Region-Entwicklung: Ab sofort können hessische Kommunen über ihren hauseigenen kommunalen IT-Dienstleister ekom21 die Open-Source-Datenplattform des Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR ausschreibungsfrei beziehen. Das DKSR pflegt einen ähnlichen Rahmenvertrag mit dem nordrhein-westfälischen IT-Dienstleister regio iT. Mehr erfahren
  • Anzeige | demokratie.today und virtualcitySYSTEMS haben kürzlich eine Partnerschaft angekündigt, um die Bürgerbeteiligung in Städten zu verbessern. demokratie.today ist ein IT-Dienstleister für Consul, einer Plattform für Bürgerbeteiligung, die es Bürger:innen ermöglicht, sich an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen und ihre Ideen und Anliegen einzubringen. Virtual City Systems ist ein Unternehmen, das innovative Technologien für die Stadtplanung und -entwicklung bereitstellt. Durch die Partnerschaft erhoffen sich die beiden Unternehmen, die Bürgerbeteiligung zu verbessern und eine nachhaltige und inklusive Stadtentwicklung zu fördern. 
  • Anzeige | Unser Medienpartner Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR lanciert ein „Gestalterparket Urbane Datenstrategie“. Dadurch haben Kommunen nun die niederschwellige Möglichkeit, ihre Governance, Management und System beim Umgang mit urbanen Daten zu prüfen und ggf. die eigene Datenstrategie zur Erzielung einer höheren Effizienz und Datensouveränität anzupassen.
© Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR

4. Stadtgesellschaft und Beteiligung

  • Im Berliner Zukunftsmuseum “Futurium” werden Workshop-Termine angeboten bei denen Besucher:innen mit Hilfe von Virtual-Reality-Brillen und Smartphones ihre virtuelle Stadt der Zukunft bauen können. Die Stadt wird in der VR-Lernsoftware “CoSpaces” gebaut.
  • Im Rahmen eines Förderprojektes soll im Hochschwarzwald eine digitale Gästeplattform entwickelt werden, die als Anlaufstelle für touristische Angebote in der Region dienen soll. Das gebündelte Informations- und Buchungsangebot kann auch Potenziale zur effizienten Besucherlenkung eröffnen.
  • Für eine lebendige Nachbarschaft in der realen Welt bedarf es einer entsprechenden Infrastruktur in der digitalen Welt. Was die Anwendung “Gieß den Kiez” für die Community der Baumgießer:innen schafft, kann ein digitales Nachbarschaftsnetzwerk für die Stadtgesellschaft bieten.
  • Um das Konzept “Smart City” bzw. Digitalisierung im Alltag in einer ansprechenden Form zu kommunizieren, haben mehrere geförderte Kommunen einen Cartoon-Wettbewerb ausgerufen. Nun steht der Gewinner fest und seine Cartoons werden im monatlichen Rhythmus publiziert werden.
  • Im brandenburgischen Hennigsdorf bietet die Stadtverwaltung in Kürze kostenfreie Kursangebote zum Aufbau von digitalen Kompetenzen für (pflegebedürftige) Senior:innen an. Das Projekt „Digital fit in Hennigsdorf“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium ins Leben gerufen.

5. Kommunalwirtschaft und
Klimagerechte Stadtentwicklung

  • Die Stadt Dortmund hat ein interaktives Dashboard veröffentlicht mit dessen Hilfe die klimagerechten Maßnahmen der Kommune hinsichtlich Ihres Beitrags zum Klimaschutz betrachtet werden können.
  • Um sich abzeichnende Überflutungsszenarien frühzeitig erkennen zu können, soll in Dormagen schrittweise das Kanalsystem datafiziert werden. Konkret werden derzeit die ersten Sensoren in den Straßeneinläufen verbaut, um die Wasserstände automatisiert überwachen zu können.
  • Bis zum Ende diesen Jahres sollen in Tübingen über 400 Straßenleuchten umgerüstet werden. Die adaptiven Straßenleuchten werden energiesparsamer sein, weil sie ihre Leuchtkraft in Abhängigkeit von anwesenden Verkehrsteilnehmern ausrichten werden.
  • Anzeige | Die Bewohner steuern die Straßenlampen ihrer Stadt, sparen dadurch Millionen und schützen auch noch das Klima. Eine neue Technologie von [ui!] macht’s möglich. Stellen Sie sich vor, Sie steuern die Straßenbeleuchtung Ihrer Stadt über eine App auf Ihrem Mobiltelefon: Bei trübem Wetter lassen Sie die Lichter heller scheinen, im Frühling, wenn die Tage wieder länger werden, dimmen Sie sie etwas runter. Der Energieverbrauch Ihrer Stadt kann so um bis zu 90 Prozent gesenkt – und ein bis zu siebenstelliger Betrag eingespart werden.
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  • In der schleswig-holsteinischen Gemeinde Osterby werden Straßenleuchten nachts aus Energiespargründen abgeschaltet. Nachtspaziergänger:innen können die Beleuchtung mit einer SMS binnen Sekunden wieder einschalten.
  • Die Stadt Neu-Ulm installiert im Zuge ihrer Smart-City-Entwicklung unter anderem intelligente Abfallbehälter, die solarbetrieben sind und im Vergleich zu herkömmlichen Abfallbehälter eine 7-fache Füllmenge aufnehmen können.
  • Die Stadt Eichenzell hat auf einem Testabschnitt im Industriegebiet eine intelligente Straßenbeleuchtung umgesetzt. Die installierten Straßenleuchten verfügen über eine dauerhafte Stromversorgung und lassen sich digital adaptiv ansteuern.

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Dimitri Ravin
Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

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