Mittwoch, 21. Februar 2024

Citizen Science als innovative Beteiligungsform für die Smart City – Einladung zum Online-Austausch am 05. März 2024

Von der Luftqualitätsmessung auf dem eigenen Balkon bis hin zur Datenspende über das eigene Mobilitätsverhalten per Smartphone-App – Citizen Science bietet Bürger:innen innovative Möglichkeiten, aktiv an der Gestaltung ihrer Städte teilzuhaben.

StartSmart CitySmart City NeuigkeitenSmart City Neuigkeiten – Februar 2023

Smart City Neuigkeiten – Februar 2023

1. Digitale Stadtverwaltung

  • Seit dem Jahr 2017 stellt die Landeshauptstadt Hannover Geodaten kostenlos zur Verfügung. Nun wird im Zuge der Smart-City-Entwicklung der Bestand an öffentlich verfügbaren offenen Geodatensätzen erweitert und aktualisiert.
  • Der Rat der Stadt Essen hat kürzlich seine Digitalstrategie beschlossen. Sie setzt für die kommenden 5 Jahre den Rahmen zur Entwicklung digitaler Services und ein datenbasiertes Handeln in der Verwaltung.
  • Um sich als attraktive Arbeitgeberin für die Generation Z zu positionieren, haben Auszubildende der Wormser Stadtverwaltung auf TikTok den Verwaltungsalltag auf kreative Art und Weise vorgestellt.

2. Governance

  • Der Rat der Stadt Jena hat am 22.02.2023 seine Smart-City-Strategie beschlossen. Inhaltlich fokussiert sich die Strategie auf fünf Handlungsfelder der Stadtentwicklung und gliedert diese jeweils in Ziele und Maßnahmen.
  • Nach sieben erfolgreichen Jahren als Pionierorganisation im Bereich Smart City wird der Verein SmartRegioBasel auf den 31.03.2023 aufgelöst. Warum der Vorstand sich zu diesem Schritt entschlossen hat, auf welche Erfolge wir zurückblicken dürfen und was mit laufenden Projekten geschieht, erfahren Sie in unserem Blog.
  • Der Nordkreis Gifhorn beginnt seine strukturierte digitale Entwicklung mit einem Digital-Kompass, der schrittweise die Digitalkompetenz der Verwaltungsmitarbeitenden sowie der Stadtgesellschaft steigern wird.
  • Im Zuge ihrer Digitalen Agenda plant die Stadt Leipzig bis zum Jahr 2026 die Umsetzung von 32 Digitalisierungsvorhaben, für welche u. a. der Ausbau digitaler Infrastruktur, Echtzeitdaten und gebündelte Dienstleistungen für Bürger:innen zentral sind.

3. Aktuelle Events

4. Digitale Mobilität und öffentlicher Raum

  • Eine Untersuchung von PwC/Bitkom kommt u. a. zum Schluss, dass deutsche Großstädte digitale Technologien verstärkt für digitales Parken und Verkehrsmanagement, weniger jedoch für die Optimierung urbaner Logistik, nutzen.
  • In Leipzig hat im Februar eine sechs-wöchige Kamerabefahrung im gesamten Stadtgebiet begonnen. Die dadurch generierten Panoramaaufnahmen sollen für interne Zwecke der kommunalen Akteure in Leipzig genutzt werden, um Ortsbegehungen zu minimieren.
  • Welchen Stellenwert intelligente Straßenleuchten für die Krisenkommunikation mit der Stadtgesellschaft einnehmen können, wurde in den vergangenen Jahren in Kaiserslautern untersucht. Nun wurde ein entsprechender Ergebnisbericht veröffentlicht.
  • Das Reallabor “Smart Region Südbaden” beendet seinen zweijährigen Praxistest, in dem u. a. mehrere Smart-City-Anwendungsfälle wie die Fernauslesung von Zählern und Bodenfeuchtemessung pilotiert wurden.
  • Die Stadt Stuttgart wird bis zum Jahr 2024 ihre Standorte für digitale Außenwerbung ausbauen. Dazu werden traditionelle Litfaßsäulen schrittweise durch digitale Screens ersetzt werden.

5. Stadtgesellschaft und Beteiligung

  • Für die Gestaltung einer lebhaften Innenstadt lanciert die Stadt Aachen den „Zukunftsprozess Innenstadtmorgen“ und möchte damit mittels einer Online-Plattform die Bürger:innen stärker an der modernen Innenstadtentwicklung beteiligen.
  • Das Berliner Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg stellt seinen Bewohner:innen nun den Kartendienst “MeinXHain” bereit, der amtliche Informationen wie Spiel- und Grillplätze gebündelt abrufbar macht. Technisch basiert der Dienst auf dem Masterportal.
  • Die bayerische Stadt Eltmann hat mittels eines Baukastensystems eine eigene App für ihre Bürger:innen entwickelt. Bisher setzt die App einen Fokus auf lokale Neuigkeiten und die Kommunikation mit der Stadtgesellschaft.
  • Die neue Version der “muenchen app” soll Bürger:innen schrittweise den bequemen Zugang zu zahlreichen Services rundum den städtischen Alltag bieten. Dazu soll auch die Buchung von Veranstaltungen öffentlicher Träger möglich sein.
  • Unter dem Titel “Smarte Event-Metropole” verkündet die Berliner Tourismusgesellschaft eine Kooperation mit dem “Smart City Event Incubator”. Digitale Besuchererkennung und -lenkung sind Use Cases, die durch diese Kooperation weiterentwickelt werden sollen.
  • Digitale Bildung, Citizen Science und Umweltmonitoring kombiniert: Die Smart City Innovation Unit und die Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Bochum laden gemeinsam mit der Volkshochschule, die Stadtgesellschaft zu einem interaktiven Austausch ein.

6. Klimagerechte digitale Stadtentwicklung

  • Der Eifelkreis Bitburg-Prüm plant die Installation eines Gewässermonitorings, um Daten für ein intelligentes Frühwarnsystem zu generieren. Als nächster Schritt steht der Aufbau eines Sensoriknetzes an.
  • In Münster wurden mittels der stadtweiten Thermografiebefliegung energierelevante Datengrundlagen für mehr als 55 Tausend Objekte generiert. In Kombination mit den Katasterdaten lassen sich dadurch gezielte Maßnahmen für mehr Energieeffizienz ableiten.
  • Um Radfahrer:innen bedarfsgerechte Informationen für eine sichere Routenplanung bereitstellen zu können, hat das Land Berlin mit Google Maps eine Kooperation begonnen. Die Senatsverwaltung plant die Weitergabe von Daten über das Fahrradstraßennetz an den Kartendienst.

Über Urban Digital

Dieses Portal informiert über Themen, Akteure, Projekte und Strategien rundum die digitale Stadt. Unsere Vision ist es, die Triebkraft der Digitalisierung in die Bahnen einer erstrebenswerten Stadtentwicklung zu lenken.

Dazu forcieren wir den inhaltlichen Austausch über die digitale Stadt zwischen Akteuren aus Forschung, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Artikel

Dimitri Ravin
Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

urban link

Sie haben für diesen Artikel eine konkrete Rückfrage oder möchten nicht, dass „das Rad neu erfunden wird“?

Vernetzen Sie sich kostenfrei, in dem Sie dem Autor dieses Artikels eine Nachricht schreiben.

Vernetzen Sie sich!

urban link

Sie haben für diesen Artikel eine konkrete Rückfrage oder möchten nicht, dass „das Rad neu erfunden wird“?

Vernetzen Sie sich kostenfrei, in dem Sie dem Autor dieses Artikels eine Nachricht schreiben.

Dimitri Ravin
Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

Verwandte Artikel

Newsletter