Pfaffenhofen, 06. August 2026 – Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung haben die sieben Partner der Allianz für #BESSERESTRASSEN offiziell den Startschuss für die bundesweite Straßenerhaltungsoffensive gegeben. Ziel der Initiative ist es, die frühzeitige und nachhaltige Straßenerhaltung stärker in das Bewusstsein von Kommunen, Politik und Öffentlichkeit zu rücken und die bestehende Infrastruktur langfristig zu erhalten.
- Jeder zehnte Kilometer kommunaler Straßen ist in schlechtem Zustand.
- Wer wartet, zahlt drauf: Nach acht Jahren ohne Maßnahmen verdoppelt sich der Investitionsbedarf.
- Erhalt vor Neubau: Die Allianz für #BESSERESTRASSEN unterstützt Kommunen in allen sechs Phasen der Straßenerhaltung.
- Die Website www.besserestrassen.de bündelt Wissen und vermittelt Ansprechpartner.

Neue Initiative vereint Technologie, Wissenschaft und Praxis
Zum Bündnis der Straßenerhaltungsoffensive gehören der Deutsche Asphaltverband e. V. (DAV), die Ingenieurgesellschaft PTM Dortmund mbH, die Nadler Straßentechnik GmbH, die Richard Rupprecht GmbH, die SBN GmbH, die S&P Simpson Strong-Tie GmbH und die vialytics GmbH. Gemeinsam vereinen sie Praxiswissen, wissenschaftliche Expertise und moderne Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Straßenerhaltung. Fachlich begleitet wird die Initiative durch den Austausch mit Hochschulen und Universitäten.
Die Partner sind sich einig: Infrastruktur langfristig zu erhalten ist eine zentrale Zukunftsaufgabe unserer Gesellschaft. Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, Fachwissen zu bündeln, innovative Lösungen sichtbar zu machen und Kommunen bei der wirtschaftlichen und nachhaltigen Erhaltung ihrer Straßen zu unterstützen. Die Geldtöpfe sind vorhanden, doch müssen diese zielgerichtet und frühzeitig an den richtigen Stellen eingesetzt werden, um wirksam zu sein und hohe Folgekosten zu vermeiden.
Klare Botschaft: Wer wartet, zahlt drauf
Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass notwendige Investitionen bei ausbleibenden Erhaltungsmaßnahmen überproportional ansteigen. Bereits nach drei Jahren können Mehrinvestitionen von rund 10 Prozent erforderlich werden, nach fünf Jahren über 20 Prozent. Nach acht Jahren wird die Marke von 100 Prozent überschritten – die erforderlichen Investitionen haben sich dann mehr als verdoppelt. Diese Zusammenhänge verdeutlichen eindrucksvoll, wie wichtig ein vorausschauendes Erhaltungsmanagement für Kommunen und Straßenbaulastträger ist.

Erhalt vor Neubau
Die Straßenerhaltungsoffensive betrachtet den Erhalt von Verkehrswegen ganzheitlich und strukturiert den Prozess in sechs aufeinander aufbauende Phasen. Diese reichen von der Zustandserfassung (Phase 0) über die Identifikation und Bewertung von Schadensbildern sowie die Auswahl und Umsetzung geeigneter Erhaltungsmaßnahmen (Phase 1 bis 4) bis hin zur kontinuierlichen Zustandsüberwachung (Phase 5).
Für jede Phase stehen spezialisierte Ansprechpartner aus dem Netzwerk bereit. Dadurch erhalten Kommunen und Baulastträger gezielte Unterstützung, um Straßen möglichst lange in einem guten Zustand zu halten, Ressourcen effizient einzusetzen und kostenintensive Grundsanierungen möglichst zu vermeiden.
Wissen teilen und Bewusstsein schaffen
Die Initiative versteht sich als Plattform für Wissenstransfer und Zusammenarbeit. Unter der Website www.besserestrassen.de finden kommunale Entscheider wie Bürgermeister, Gemeinderäte und Bauverwaltungen praxisnahe Informationen rund um ein nachhaltiges Straßenmanagement. Gleichzeitig bietet die Plattform interessierten Bürgerinnen und Bürgern verständliche Informationen zu Straßenzuständen, Erhaltungsstrategien und deren Nutzen für die öffentliche Infrastruktur.
Die Botschaft der Initiative ist klar: Deutschland verfügt über das erforderliche Know-how, die Technologien und die Erfahrung. Nun gilt es, dieses Wissen konsequent anzuwenden. Denn nachhaltiges Straßenmanagement bedeutet nicht nur den Erhalt von Verkehrswegen, sondern auch den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln und die Sicherung einer leistungsfähigen Infrastruktur für kommende Generationen.

Die sieben Partner der Allianz
- vialytics (Software & KI): KI-gestützte Zustandsanalyse und Erhaltungsplanung für kommunale Straßennetze. Phasen 0 und 5.
- Ingenieurgruppe PTM (Ingenieurbüro): Substanzerfassung per Georadar, Tragfähigkeitsmessung und Laboranalytik. Phase 0.
- Deutscher Asphaltverband (Verband): Stimme der Asphaltindustrie für Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit im Straßenbau. Phasen 1 bis 4.
- Richard Rupprecht (Hersteller): Praxisnahe Maschinen und Lösungen für nachhaltige Straßeninstandhaltung. Phasen 1 bis 3.
- S&P Simpson Strong-Tie (Hersteller): Hochleistungslösungen für die Bauwerksverstärkung und Sanierung. Phase 4.
- Nadler Straßentechnik (Geräte & Material): Rissvergussmassen, Equipment und Verarbeitungstechnik für effiziente Erhaltungsmaßnahmen. Phasen 1 bis 4.
- SBN (Bau & Hersteller): Bauausführung, Beratung und Hersteller für Fugentechnik, Expertise im Straßen- und Tiefbau. Phasen 1 bis 3.
Über die Allianz für #BESSERESTRASSEN
Die Allianz für #BESSERESTRASSEN setzt sich für eine nachhaltige, wirtschaftliche und wissenschaftlich fundierte Straßenerhaltung in Deutschland ein. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung einer frühzeitigen Instandhaltung zu stärken und Kommunen, Entscheidungsträgern sowie Fachanwendern praxisnahe Informationen und Lösungen zur Verfügung zu stellen. Die Allianz verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der von der Zustandserfassung und Analyse über geeignete Erhaltungsmaßnahmen bis hin zur dauerhaften Zustandsüberwachung reicht.
Weitere Informationen: www.besserestrassen.de


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Friederike Koch-Büttner, Marketing und Public Relations
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