Digitales Grünflächenmanagement mit green2value

Green2value erlaubt eine kostengünstige Veredelung von Luftbildern (Digitale Orthophotos) hin zu einem kommunalen Grünflächenkataster. Auf Grundlage der fachgerechten Kombination dieser amtlichen Open GeoData mit kommunalen Daten können hochaufgelöste und hochaktuelle Grünflächenkataster für Kommunen erstellt werden. Mit Hilfe dieser neuen Informationsgrundlage kann das kommunale Grünflächenmanagement anschließend hinsichtlich Einsatz- und Routenplanung zielgerichtet optimiert werden.

Green2value erlaubt einen interdisziplinären Austausch auf Basis einer einheitlichen Datengrundlage zwischen Fachabteilungen, Fachkräften und externen Auftragnehmern. Der Prozess von green2value für die Erstellung eines Grünflächenkatasters ist dabei in fünf Stufen eingeteilt:

  1. Aufbereitung von Open GeoData
  2. Inventarisierung von Grünflächen
  3. Qualifizierung der Grünflächen
  4. ​Erstellung eines Geländemodells
  5. Veredelung mit internen Daten

 

Stufe 1 – Aufbereitung von Open GeoData

Zunächst werden bereits vorliegende, kommunale Geo- und Fachdaten gesichtet und veredelt. Zu solchen zählen eventuell bestehende Grünflächenkataster oder Liegenschaftskataster. Als Nächstes folgt die Akquise von zusätzlichen und amtlichen Open GeoData, d.h. digitalen Orthophotos (DOP 10 mit 10 cm Bodenauflösung), digitale Geländemodellen (LIDAR) und den Flurstücken (z.B. ALKIS Basis DLM). Daraufhin werden die benötigten Daten auf Ihren Untersuchungsraum zugeschnitten.

Spacedatists GmbH: Eigene Darstellung, verwendete Geodaten: ALKIS vereinfacht, ATKIS Basis DLM, DOP10, DGM1: Geobasis NRW (2018) Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

 

Stufe 2 – Inventarisierung von Grünflächen

Anhand von digitalen Orthophotos wird die Vegetation im öffentlichen Raum nun automatisiert detektiert (durch Ableitung von Vegetatonsindizes mittels einer Multispektralanalyse). Weiterhin folgt eine überwachte Bildklassifikation der digitalen Orthophotos und es wird ein detailiertes Kataster erstellt. Nun werden alle detektierten Grünflächen, z.B. Rasen, Gehölze, Wildkraut, Bankette, Baumscheiben, inventarisiert und klassifiziert.

Spacedatists GmbH: Eigene Darstellung, verwendete Geodaten: ALKIS vereinfacht, ATKIS Basis DLM, DOP10: Geobasis NRW (2018) Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

 

Stufe 3 – Qualifizierung der Grünflächen

Im dritten Schritt werden Einbauten in den Grünflächen: z.B. Laternen, Pfosten, Zäune, Absperrungen, Spielgeräte etc. detektiert und klassifiziert. Einzelne Grünflächen werden im Falle von Nachbarschaftsbeziehungen zu einer Pflegeeinheit gruppiert.

Spacedatists GmbH: Eigene Darstellung, verwendete Geodaten: ALKIS vereinfacht, ATKIS Basis DLM, DOP10: Geobasis NRW (2018) Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

 

​Stufe 4 – Erstellung eines Geländemodells

Im Anschluss wird ein 3D-Geländemodell (Auflösung 20 cm) erstellt und Hangneigungen identifiziert. Abhänge, Steigungen, Gräben, Wassergräben können dadurch ermittelt werden. Die Grünflächen werden nun hinsichtlich ihrer planaren Flächengröße, 3D-Oberfläche, Flächennutzung, Vegetationscharakteristik, Statistiken, Einbauten attributiert.

Spacedatists GmbH: Eigene Darstellung, verwendete Geodaten: ALKIS vereinfacht, ATKIS Basis DLM, DOP10, DGM1: Geobasis NRW (2018) Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

 

Stufe 5 – Veredelung mit internen Daten

Im letzten Schritt werden die Fachdaten für die Überführung in ein georeferenziertes Kataster digitalisiert, z.B. für die Darstellung von Straßenabschnitten nach Straßenreinigungssatzung als GIS-Layer Zuordnung der Grünflächen zu Flurstücken und/oder Straßenabschnitten (z.B. Identifizierung von Straßenbegleitgrün).

 

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