Haselhorst Smart-City-Ranking 2026 stellt Entwicklung statt Platzierung in den Mittelpunkt

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Bild: Haselhorst Associates

Ein absolutes Novum für das Haselhorst Smart-City-Ranking: Seit der ersten Veröffentlichung des Rankings im Jahr 2018 werden in diesem Jahr erstmalig keine Platzierungen der Städte aktiv kommuniziert.

„Aus unserer Sicht führt der Fokus auf der Auflistung der Städte dazu, dass der Kerngedanke einer Smart City missverstanden wird“, erklärt Dr. Lucía Wright, Associate Partner von H&Z | Haselhorst Associates und Herausgeberin des Smart-City-Rankings, und ergänzt: „Das Ökosystem Stadt ist sehr komplex und viele Kommunen stehen aufgrund tiefgreifender Veränderungen und Krisen, insbesondere in finanzieller und klimapolitischer Hinsicht, massiv unter Druck.

Der Mehrwert eines Smart-City-Rankings liegt nicht im Wettstreit um einzelne Plätze, sondern im Verständnis von Entwicklungsständen, Fortschritten und geeigneten Vergleichsgruppen.“ Angesichts dessen hat sich das Beratungsteam dazu entschieden, keine Top 10 der smartesten Städte Deutschlands aktiv zu teilen. Mit zunehmender Reife kommunaler Digitalisierungsstrategien wird deutlich, dass Smart-City-Entwicklung kein Wettbewerb um Spitzenplätze ist. Vielmehr unterscheiden sich Städte hinsichtlich Größe, Ausgangslage, finanzieller Spielräume und strategischer Ziele erheblich. Ein direkter Vergleich einzelner Platzierungen wird dieser Vielfalt nur eingeschränkt gerecht.

Bundesweiter Entwicklungsgrad steigt auf 33,2 Prozent

Die Ergebnisse des Haselhorst Smart-City-Rankings 2026 zeigen, dass die digitale und nachhaltige Transformation deutscher Kommunen weiter voranschreitet. Über alle 418 untersuchten Städte hinweg liegt der durchschnittliche Smart-City-Entwicklungsgrad inzwischen bei 33,2 Prozent.

Besonders deutlich wird dabei der Einfluss der Stadtgröße: Große Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern erreichen im Durchschnitt einen Entwicklungsgrad von 44,6 Prozent und liegen damit bundesweit an der Spitze. Es folgen kleine Großstädte mit 39,5 Prozent, große Mittelstädte mit 34,4 Prozent sowie kleine Mittelstädte mit 30,2 Prozent. „Die Ergebnisse zeigen, dass größere Städte häufig von etablierten Strukturen, größeren Investitionsspielräumen und einer höheren organisatorischen Schlagkraft profitieren. Gleichzeitig beobachten wir jedoch, dass auch viele kleinere Kommunen ihre Smart-City-Aktivitäten konsequent ausbauen und deutliche Fortschritte erzielen“, erklärt Dr. Lucía Wright.

Energie, Umwelt und Quartiersentwicklung legen besonders stark zu

Ein Blick auf die Entwicklung der einzelnen Handlungsfelder zeigt, dass insbesondere Themen rund um Nachhaltigkeit und Resilienz an Bedeutung gewinnen. Die stärksten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Bereiche Energie & Umwelt (+3,6 Prozentpunkte), Gebäude & Quartiere (+2,2 Prozentpunkte) sowie Mobilität (+2,0 Prozentpunkte).

Auch die Bereiche Verwaltung (+1,9 Prozentpunkte), Bildung (+1,5 Prozentpunkte) und Gesundheit (+1,2 Prozentpunkte) entwickeln sich positiv. Etwas geringere, aber weiterhin messbare Fortschritte zeigen sich in den Bereichen Wirtschaft & Handel (+1,2 Prozentpunkte) sowie Tourismus & Kultur (+0,8 Prozentpunkte). „Die Entwicklung verdeutlicht, dass Smart City heute weit über reine Digitalisierung hinausgeht. Städte investieren zunehmend in klimaresiliente Infrastrukturen, energieeffiziente Quartiere und nachhaltige Mobilitätslösungen. Diese Themen werden die kommunale Transformation in den kommenden Jahren maßgeblich prägen“, so Dr. Lucía Wright.

Vergleich der Städte ähnlicher Größenordnung

„Städtische Akteure berichten uns immer wieder, wie wichtig es für sie ist, sich mit anderen Kommunen ähnlicher Größenordnung zu vergleichen“, sagt Dr. Lucía Wright. Das Beratungsteam hat das zum Anlass genommen, in diesem Jahr zusätzlich folgende Informationen zur Verfügung zu stellen: Mit Hilfe einer interaktiven Karte auf der Webseite können Interessierte nicht nur sehen, inwiefern sich eine Stadt prozentual im Vergleich zum vergangenen Jahr verbessert hat. Ihnen wird auch der durchschnittliche Smart-City-Entwicklungsgrad sämtlicher Städte bundesweit bzw. die Abweichung einer Stadt davon angezeigt.

Hier geht es zur interaktiven Karte →

Kooperation statt Einzelkämpfertum

Auf die Frage, wie sich der Smart-City-Markt weiterentwickeln wird, hat das Team rund um Dr. Lucía Wright eine klare Meinung: Städte sehen sich derzeit mit vielschichtigen Herausforderungen konfrontiert. So laufen nicht nur verschiedenste Smart-City-Förderprogramme aus und die finanzielle Lage in Kommunen ist aufgrund einer historisch hohen Gesamtverschuldung äußerst angespannt. Gleichzeitig erfordern die Auswirkungen des Klimawandels sowie eine wachsende Gesamtbedrohungslage Investitionen, für die die Haushalte vieler Kommunen jedoch schlichtweg keine Gelder zur Verfügung stellen können.

„Erfolgreiche Smart-City-Entwicklung wird künftig stärker von Kooperationen geprägt sein. Angesichts knapper finanzieller Spielräume und wachsender Anforderungen an Klimaresilienz, Versorgungssicherheit und Digitalisierung werden Städte und Versorger noch enger zusammenarbeiten müssen“, ist Dr. Lucía Wright überzeugt.

Methodik

Das Haselhorst Smart-City-Ranking basiert auf einer systematischen Datenerhebung und -auswertung, die zehn zentrale Bereiche der städtischen Daseinsvorsorge umfasst. Zunächst wird das Smart-City-Potenzial jeder Kommune anhand von rund 60 Indikatoren ermittelt, die überwiegend aus statistischen Datensätzen des Bundes stammen. Der tatsächliche Umsetzungsgrad ergibt sich aus einer umfassenden qualitativen Analyse aktueller Strategien und Projekte. Insgesamt fließen jährlich über 33.000 Datenpunkte aus ausschließlich öffentlich zugänglichen Quellen in das Ranking ein. 2026 wurden 418 Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern analysiert. Damit zählt das Haselhorst Smart-City-Ranking zu den umfangreichsten kontinuierlichen Analysen des kommunalen Digitalisierungs- und Transformationsfortschritts in Deutschland.

Die Daten des Haselhorst Smart-City-Rankings entfalten nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern auch auf Landes- und Bundesebene sowie für privatwirtschaftliche Akteure ihren Mehrwert. Sie ermöglichen fundierte Analysen übergeordneter Entwicklungen ebenso wie fokussiertes Benchmarking einzelner Bereiche.

Über H&Z und Haselhorst Associates

H&Z ist eine führende europäische Managementberatung mit klarem Fokus auf messbare Wirkung. Gemeinsam mit Haselhorst Associates verbindet H&Z umfassende Beratungskompetenz mit langjähriger Expertise in der Transformation und der Digitalisierung kommunaler Akteure. Im August 2026 ist die Haselhorst Associates GmbH rechtlich in die H&Z Unternehmensberatung GmbH aufgegangen. Die Kompetenzen und das Team Urbane Transformation von Haselhorst Associates werden innerhalb der Industrie „Städte & Versorger“ fortgeführt und weiter ausgebaut.

https://hz.group/de/branchenkompetenz/staedte-versorger

Pressekontakt:

Isabel Halfar-Heathcote
ALIVE Communication GmbH
Mobil: +49 152 095 547 53
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