Start Onlinehandel vs. Einzelhandel Digitale Plattform für clevere Stadtlogistik

Digitale Plattform für clevere Stadtlogistik

Das permanente Wachstum des Online-Handels stellt Städte vor große Herausforderungen: Mehrfache Zustellversuche der Paketdienstleister erhöhen das ohnehin massive Verkehrsaufkommen und die Emissionen. Wenn Lieferfahrzeuge in zweiter Reihe parken, kommt der Verkehr zusätzlich ins Stocken. Der lokale Einzelhandel leidet unter dem eCommerce-Boom.

Mithilfe der pakadoo City-Logistik können Städte und Kommunen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Im Mittelpunkt des City-Konzepts von pakadoo steht eine digitale Plattform, die Bürger, KEP-Dienstleister und den lokalen Handel verbindet. Mikrodepots dienen als Anlieferstelle für Paketdienstleister, Versandstelle und Ausgangspunkt z.B. für elektrisch betriebene Lastenräder, die die „letzte Meile“ emissionsarm bewältigen. Kunden können die Ware an einem sogenannten pakadoo point ihrer Wahl abholen. pakadoo points sind paketdienstleisterunabhängige Annahme- und Ausgabestellen in Unternehmen, stationären Geschäften oder Paketschränke im öffentlichen Raum. Doch welche Möglichkeiten bietet der Ansatz für Bürger, Städte und Handel konkret? Und wie entlasten die Nutzer dabei Verkehr und Umwelt?

Bürger: Die Ware dort empfangen, wo man sich aufhält

Wer kennt es nicht: Bequem online eingekauft – aber der Paketbote trifft niemanden an. Der Kunde muss entweder auf den zweiten Zustellversuch warten oder zum Paketshop fahren. So oder so erhält er das Paket später als notwendig. Oder: Er würde gerne beim freundlichen Buchhändler oder im Elektrofachgeschäft in der Stadt einkaufen, doch die Öffnungszeiten des Ladens und die Arbeitszeiten des Kunden lassen das nicht zu. Für beides bietet pakadoo City eine Lösung: Der Kunde registriert sich bei pakadoo oder auf der digitalen LocalCommerce-Plattform. Er wählt einen pakadoo point aus, an den die Ware geliefert werden soll. Das kann zum Beispiel seine Arbeitsstelle sein, sofern sein Arbeitgeber einen pakadoo point eingerichtet hat. Oder ein öffentlicher Paketschrank, der beispielsweise in der Nähe des Wohnorts steht oder in einem Shoppingcenter, in dem er seine Offline-Einkäufe erledigt.

Einer dieser pakadoo Paketschränke steht im LAGO in Konstanz. Die Kunden dort nutzen diesen Service so intensiv, dass das LAGO die Paketstation bereits mehrfach erweitert hat. „Der Erfolg im LAGO zeigt, dass wir mit paketdienstleister-unabhängigen Lösungen beim Endverbraucher offene Türen einrennen“, so Markus Ziegler, Gründer und Geschäftsführer von pakadoo.

Das System funktioniert unabhängig davon, welcher Paketdienstleister die Ware liefert. Sobald das Paket da ist, erhält der Kunde eine automatische Benachrichtigung per Email oder Push-Nachricht. Das City-Konzept von pakadoo sieht vor, dass registrierte Nutzer über die Plattform zudem auch das Angebot der teilnehmenden lokalen Händler anschauen, auswählen und liefern lassen können. Dadurch sparen sie sich den Weg durch die Stadt und können ihren Einkauf auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten abholen, zum Beispiel, wenn sie die Ware in einen öffentlichen Paketschrank liefern lassen.

Online-Hilfe für den lokalen Offline-Handel

Der Einzelhandel leidet seit Jahren unter dem Boom des Online-Handels. Viele Kunden shoppen lieber bequem und öffnungszeitenunabhängig von zu Hause aus. Warum als Einzelhändler nicht die Vorteile des eCommerce nutzen?

Über eine digitale LocalCommerce-Plattform können teilnehmende Geschäfte vor Ort ihre Waren präsentieren und verkaufen. Diese Plattform kann entweder in Kooperation mit lokalen Projektpartnern neu aufgesetzt werden oder an bereits bestehende Netzwerke und Plattformen anknüpfen. Der Kunde kann sich online über alle Angebote informieren und die Ware bestellen. Entweder er holt sie nach dem Click&Collect-Prinzip im Laden ab oder die die Bestellung wird beispielsweise mit einem elektrisch betriebenen Lastenfahrzeug an den pakadoo point geliefert, den der Kunde ausgewählt hat. Dank der kurzen innerstädtischen Wege können Geschäfte vor Ort schneller liefern als reine Online-Versandhändler. Mithilfe der öffentlichen Paketschränke verlängern sie zudem indirekt die Öffnungszeiten. Auch Kleingewerbetreibende wie Schuster, Wäschereien oder Änderungsschneidereien können davon profitieren. Die Verknüpfung mit der bundesweiten pakadoo Community bietet lokalen Händlern außerdem die Option, ihre Ware auch überregional zu bewerben und zu versenden.

Gut für die Umwelt: City-Logistik for Future

Die CO2-Einsparung durch das pakadoo-City-Konzept basiert auf drei Komponenten: Garantierter Zustellerfolg, Bündelung von Paketen und Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge für die „letzte Meile“ bzw. den innerstädtischen Lieferverkehr. Erfolglose und damit mehrfache Zustellversuche beim Online-Shoppen fallen weg. Der Paketdienstleister muss zudem für dieselbe Zahl Pakete bedeutend weniger Adressen anfahren, da er die Pakete gebündelt an pakadoo points oder Paketschränke anliefert – bei points im Unternehmen obendrein noch zusammen mit geschäftlichen Paketen. Soweit das Standard-Konzept von pakadoo, das Arbeitnehmer deutschlandweit bereits in über 330 Betrieben nutzen können. Beim City-Konzept kommt hinzu, dass Teile des Stadtgebiets nicht mit den Fahrzeugen von DHL, DPD und Co. beliefert werden, sondern beispielsweise mit elektrisch betriebenen Lastenrädern. Die KEP-Dienstleister selbst fahren Mikrodepots an, von wo aus die Lastenräder die letzte Meile übernehmen. Zudem sieht das Konzept nicht einfach eine mehr oder weniger zufällige Ansammlung einzelner pakadoo points vor, sondern ein Netz an strategisch gewählten Standorten im ganzen Stadtgebiet. Beim Liefern vom lokalen Einzelhändler zum pakadoo point wird der Abholverkehr reduziert: Die Ware legt den größten Teil der Strecke vom Laden zum Kunden per Lastenrad zurück. Bestenfalls empfängt der Kunde die Ware dort, wo er sich ohnehin aufhält (z.B. am Arbeitsplatz) oder wo er vorbeikommt (z.B. öffentlicher pakadoo Schrank auf einem zentralen Platz, einer Haltestelle oder im Einkaufszentrum). Ansonsten ist der Weg zum ausgewählten öffentlichen pakadoo point oder Schrank mit hoher Wahrscheinlichkeit kürzer als die Einkaufsfahrt mit dem Auto.

Win-Win-Win für die ganze Stadt

Spätestens seit „Fridays for Future“ werden Städte und ihre Gremien daran gemessen, wie tatkräftig sie sich des Klima- und Umweltschutzes annehmen. Zudem drohen gerichtlich verordnete Fahrverbote – weshalb jede Tonne eingespartes CO2 wertvoll ist. Indem pakadoo den lokalen Einzelhandel einbindet und stärkt, bleiben Gewerbe und Arbeitsplätze erhalten und die Innenstadt lebendig. Last but not least erhöhen Städte durch einen solchen Bürgerservice ihre Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort.

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pakadoo GmbH
pakadoo ist ein nachhaltiger Service, mit dem private Pakete ganz einfach empfangen und retourniert werden können - ohne Zusatzkosten und unabhängig vom Paketdienst.

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