Autor: Lukas Wolf
Digitale Bürgerbeteiligung hat in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen. In der Mehrzahl der Kommunen werden digitale Tools für Beteiligung genutzt. Eine Fülle an Softwarelösungen steht dafür heute zur Verfügung. Trotzdem starten wir heute mit CrowdInsights eine neue Generation digitaler Beteiligung. Das verdient eine Erklärung.
Der Markt ist da – aber das Problem ist geblieben
Wer heute als Stadtplaner:in oder Beteiligungsbeauftragte:r ein digitales Beteiligungsprojekt aufsetzt, hat grundsätzlich viele Optionen: Einfache Online-Umfragen, Open-Source-Tools, selbstgebaute WordPress-Seiten, Stand-alone-Kartenbeteiligungen. Das Angebot ist in den letzten Jahren gewachsen.
Und trotzdem hören wir häufig dieselben Sätze: Hier kann ich komplexe Umfragen anlegen, habe aber keine Ergebnisdarstellung. Dort habe ich eine schöne Kartendarstellung, dafür läuft die Datenbank nicht stabil. Hier kann ich X Funktionen nach DIN SPEC erfüllen, bin aber nicht in der Lage, selbst ein Projekt anzulegen.
Das eigentliche Problem liegt nicht im Mangel an Tools. Sondern daran, dass diese häufig nur für einen Anwendungsfall oder nur aus einer bestimmten Perspektive heraus entwickelt worden sind. Für diesen Fall und aus dieser Perspektive funktionieren sie bestenfalls. Für andere Anwendungsfälle oder ein breiteres Publikum wird es schwierig.
Über den Autor
Lukas Wolf
Lukas Wolf arbeitet seit über zehn Jahren an Fragen von Beteiligung und demokratischer Organisationsentwicklung. Als Geschäftsführer von CrowdInsights, einem Lösungsanbieter für digitale Beteiligung, entwickelt er heute gemeinsam mit Kommunen digitale Beteiligungslösungen und unterstützt Verwaltungen bei der digitalen Transformation.
Gesucht: Die eierlegende Wollmilchsau
Wer mit Stadtentwicklungsprojekten zu tun hat, weiß: Die Anforderungen variieren stark. Ein Mobilitätskonzept braucht Kartenbeteiligung mit verschiedenen Planvarianten aus dem GIS. Ein umstrittenes Stadtentwicklungsprojekt soll analog und digital kombinieren. Eine verwaltungsinterne Vorabbefragung soll nur für Berechtigte sichtbar sein. Eine begleitende Evaluationsstudie möchte umfangreiche Umfrageoptionen. Und natürlich soll das komplexeste Tool auch noch gut aussehen und intuitiv bedienbar sein.
Für diese Vielfalt kann man jedes Mal eine andere Lösung suchen. Oder man entwickelt neue Funktionen für bestehende Software. Oder aber man nutzt ein System, das bereits in seiner Architektur so flexibel angelegt ist, dass es all diese Anforderungen vereint.
Genau das war der Ausgangspunkt für CrowdInsights: eine Plattform, die keine Kompromisse zwischen Flexibilität und Tiefe macht. Die sowohl für ein einzelnes Projekt eines Planungsbüros als auch als dauerhafte Beteiligungsinfrastruktur einer Großstadt funktioniert. Ein System, das mit Stadtplaner:innen, Verwaltungen und Bürger:innen gemeinsam entwickelt wurde.
Warum wir neu entwickelt haben
Vor rund 18 Monaten haben wir uns grundsätzliche Fragen gestellt: Was fehlt im Markt wirklich? Welche Anforderungen kommen in der Praxis immer wieder auf – und werden von keiner bestehenden Lösung vollständig erfüllt? Wir haben recherchiert, mit Kommunen gesprochen und die Antworten in eine neue Architektur übersetzt.
Das Ergebnis ist eine Plattform, die auf Stabilität und Flexibilität gleichzeitig ausgelegt ist. Kein Kompromiss, sondern ein Designprinzip. Drei Fähigkeiten stechen im Smart-City und Stadtplanungskontext besonders heraus:
- Kartenbasierte Beteiligung: Bürger:innen können Punkte, Wege und Flächen direkt in der Karte setzen und kommentieren. Planer:innen können eigene Kartenlayer per WMS/WMTS mit wenigen Klicks einbinden, Geodaten über GeoJSON importieren und exportieren. Verschiedene Planvarianten lassen sich als Szenarien anlegen und vergleichen. Auswertungen erfolgen direkt räumlich – z.B. als Heatmap oder Overlay – sodass Ergebnisse nicht erst mühsam in ein GIS-System übertragen werden müssen.
- Design und Kommunikation aus einem System: Die CrowdInsights-Plattform sieht aus wie von einer Agentur beauftragt – ist aber mit wenigen Klicks selbst einstellbar und läuft im Design des Projekts oder der Kommune unter eigener Domain. Dabei ist sie mehr als eine Beteiligungsseite: Mit integrierter Blog-Funktion und Event-Management wird sie zum Kommunikationshub für das gesamte Projekt. Ankündigungen, Zwischenberichte und Veranstaltungshinweise befinden sich an einem Ort, ohne Medienbrüche.
- Analog und digital in einem Datensatz: Beteiligung findet nicht nur online statt. Tausende Fragebögen von Papier lassen sich automatisiert einlesen. Live-Umfragen beim Workshop vor Ort laufen direkt in dieselbe Plattform. Egal in welchem Format die Beteiligung stattfindet – alle Beiträge landen an einem Ort und lassen sich einheitlich mit dem integrierten Analyse-Tool auswerten.

Gesamtstädtisch oder projektweise – beides ist möglich
Die CrowdInsights-Plattform ist so aufgebaut, dass es auf beiden Seiten der Komplexitätsskala funktioniert. Auf der einen Seite: eine gesamtstädtische Beteiligungsinfrastruktur mit differenziertem Rollen- und Rechtemanagement, tiefer Integration in kommunale Systeme und mehreren parallelen Projekten aus verschiedenen Fachbereichen. Auf der anderen Seite: ein einzelnes Beteiligungsprojekt, das eine Agentur für ihren Auftraggeber aufsetzt – kein IT-Setup, keine Installation, innerhalb einer Stunde einsatzbereit.
Souveränität ist keine Zusatzoption
CrowdInsights wird bei Hetzner Online in Deutschland und der EU gehostet, ist DSGVO-konform und barrierefrei nach WCAG 2.2. Jeder Kunde erhält eine eigene, getrennte Umgebung mit separater Datenbank. Kein Training von KI-Modellen mit Kundendaten, keine US-Cloud. Das ist heute Grundvoraussetzung für den kommunalen Einsatz – wir nennen es trotzdem explizit, weil es in der Tool-Landschaft noch immer nicht selbstverständlich ist.
Jetzt ansehen oder testen
Die Plattform kann ab sofort auf dialogstadt.crowdinsights.de erkundet werden. Wer eine geführte Demo oder eine Testversion für das eigene Projekt möchte, kann diese unter crowdinsights.de anfragen.




