urban ENERGY – Wegbereiter für die E-Mobilität von morgen

Wenn die ganze Familie nach der Arbeit oder der Schule nach Hause kommt, kocht, Wäsche wäscht, Geschirr spült oder Fernsehen schaut, sind dies alles energieintensive Tätigkeiten. In den nächsten 2 bis 4 Jahren, wird ein weiterer hoher Stromverbraucher dazu kommen: Elektroautos. Diese werden den kurzzeitigen Stromverbrauch, die sogenannten Lastspitzen, am Abend weiter erhöhen. Einige Kommunen rechnen mit Lastspitzen von bis zu 50% über den heutigen Werten und haben schon heute eine Anmeldepflicht für private Ladestationen eingeführt.¹

Über urban ENERGY
Paul Dittrich, Co-Founder von urban ENERGY erläutert: angefangen hat alles mit einer Idee von drei Kollegen, die im Rahmen des Ideenwettbewerbes „Think!“ der adesso AG entstand. Zur Seminarreise auf Kreta wurde schließlich vor über 1.400 Kollegen gepitcht und das mit Erfolg (Platz 1!). Der Gewinn bestand aus etwas Startkapitel, um die Idee weiter zuschärfen und einen ShowCase aufzubauen. So auch geschehen: Vier Studenten halfen beim Aufbau des ShowCases. Sie entwickleten das Backend, ein Dashboard, eine Applikation und ein reales Board, wo ein urbanes Quartier mittels Matchbox-Autos und RFID Chips nachgestellt wurde. Um diesen digitalen Showcase verständlicher aufzuzeigen, war dieses analoge Board genau das richtige.

1. Ladekapazität bremst Wachstum

Prognosen gehen davon aus, dass bis spätestens 2022 über eine Million Elektro- und Hybridautos auf deutschen Straßen fahren werden.² Bis 2020 soll es zudem über 35.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland geben.³ Dieser starke Anstieg von Elektroautos und Ladepunktenkann Stromnetze überlasten, aber auch anderen energieintensiven Geräten. Ein ganz klarer Trend geht hier in Richtung Internet of Things (IoT). Genau hier setzt urban ENERGY nämlich an, indem es den Ladevorgang verzögert und einen Teil der Autos erst in der Nacht lädt. Das entlastet nicht nur die Stromnetze, sondern die Ladevorgänge können auch in die Zeiten verschoben werden, in denen heute negative Strompreise an der Börse auftreten. Ebenfalls kann durch dieses Verfahren ein möglichst hoher Anteil eigenerzeugter Energie z.B. durch Photovoltaik oder Blockheizkraftwerke (BHKW) verwendet werden.

Der typische Stromverbrauch eines Haushalts, und die Mehrbelastung der Netze durch Elektroautos. Durch urban ENERGY können starke Lastspitzen vermieden werden.

2. Ladesäule spricht mit Stromerzeuger

urban ENERGY ist eine modular aufgebaute IoT-Plattform, die auf bestehende, steuerbare Geräte zugreift. Sie vernetzt Verbraucher wie eine Ladesäule mit Erzeugern digital miteinander. Basierend auf kontinuierlich erfassten Kennzahlen wie Verbrauchsdaten und Energieeinspeisungen steuert sie den Verbrauch und spart dabei Kosten, in dem diesen zeitlich verlagert. Damit gehört die Netzanschlussproblematik der Vergangenheit an und teurer Netzausbau wird überflüssig.

3. Dashboard für Quartiersmanager

Die Steuerung und das Monitoring der Plattform erfolgen über das urban ENERGY Dashboard. Sie ist Herzstück und biete eine Übersicht zur Prognose von Einspeisung und Verbrauch sowie Livedaten von den Ladesäulen. Diese werden als Service im Backend aufgerufen und steuern von dort aus direkt die Ladesäulen. Über ein responsives Frontend (zur Darstellung auf Tablet und PC) können Anlagen separat verwaltet und Auswertungen zu aktuellen, vergangenen und prognostizierten Werten eingesehen werden.

Die mobile Anwendung bietet den Endanwendern, also Mitarbeitern, Mietern oder Kunden die Möglichkeit, zeitabhängige Tarife für den Ladevorgang auszuwählen. Basis hierfür sind die verfügbaren, prognostizierten Strommengen. Je mehr Flexibilität dem Anbieter eingeräumt wird, umso günstiger ist der Preis. Der Kunde bucht abhängig von seiner Abfahrtszeit und der Höhe der Kosten, den für ihn günstigsten Tarif. Die entsprechende Energiemenge wird im Backend reserviert und der optimale Ladezeitpunkt berechnet. Das urban ENERGY Szenario lässt sich natürlich überall da übertragen, wo der Mitarbeiter, Mieter oder Kunde gerade ist, ob die Ladesäulen auf dem Mitarbeiterparkplatz, vor dem eigenen Haus, dem Einkaufszenter oder einem Stadtquartier, urban ENERGY ist vielfältig einsetzbar.

4. Fazit

urban ENERGY macht Energie- und Lastmanagement zum Commodity Produkt:

  • Intelligentes Laden durch Abfrage von Flexibilitäten und Data Analytics
  • einfache Integration in bestehende Infrastruktur auf Basis moderner IoT Technologie unter Nutzung offener Protokolle
  • Wohnungswirtschaft, Stadtwerke, Gewerbetreibende und Flottenbetreiber werden ein kompetenter Partner und erster Ansprechpartner für Elektromobilität
  • Unternehmen können ihren Fuhrpark und ihre Objekte effizient zu verwalten

urban ENERGY kann damit erheblich dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Verbrauch und Erzeugung zu vereinfachen und die Revolution in der Vernetzung von urbanen Räumen anzuschieben – damit die Familie auch weiter abends kochen, waschen, fernschauen und bis zum nächsten Morgen ihr Auto aufladen kann.

Quellen

¹ ZDF – Stromnetz am Limit durch Elektroautos
² Horvath Partners
³ statista, Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland im Jahr 2020




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