Digitale Zwillinge in Umsetzung
Unser Aufruf
Lassen Sie uns die kommunalen Akteure zusammenbringen, die einen flächenhaften Einsatz digitaler Zwillinge in deutschen Kommunen ermöglichen können.
Dazu richten wir eine Umfrage an die folgenden Zielgruppen. Die Ergebnisse und daraus resultierenden nächsten Schritte möchten wir gemeinsam mit Ihnen bei einem Webinar am 8. Mai von 14 bis 15:30 Uhr diskutieren. Die Zugangsdaten erhalten Sie am Ende der Umfrage.
Umfrage – Wie blicken Sie auf Digitale Zwillinge?
Teilgenommen haben bereits Mitarbeiter:innen von:
- Landeshauptstadt Potsdam
- Kreis Wesel
- Stadt Soest
- Stadt Hagen
- Kreis Kleve
- Stadt Troisdorf
- Kreis Lippe
- mendigital GmbH (Stadt + Stadtwerke Menden)
- Landkreis Mayen-Koblenz
- Rhein-Erft-Kreis
- Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Unsere Botschaft
1. Wo stehen wir?
Die Innovation von Smart City und Smart Region basiert auf der Integration moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie des Internets der Dinge (IoT). Optimiert werden sollen verschiedene Bereiche der Stadt bzw. Region:
Von der Infrastruktur und multimodalen Mobilität über eine sozialgerechte Stadtplanung bis hin zur Umweltüberwachung und Klimafolgenanpassung. Um die Prozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten, bedarf es einer digitalen Infrastruktur, bestehend aus Fachdomänen und Datenplattformen.
Dr. Ing. Stefan Ostrau
Leiter FB „Geoinformation, Kataster, Immobilienbewertung“ beim Kreis Lippe / Vertreter des Deutschen Landkreistages im Lenkungsgremium GDI-DE
„Wir erleben in Deutschland gerade einen Hype um Digitale Zwillinge. Beim Wettstreit um die besten Ideen gilt es, das Profil der Kommunen zu schärfen und eine intensive Vernetzung mit den Smart City/Region-Initiativen zu erreichen.“
„Als Smart-City-Koordinator der Stadt Lünen unterstütze ich diese Initiative, weil Geodaten die Grundlage für viele Smart-City-Projekte sind.“
2. Fach-Communities zusammenbringen
Die Fachdomänen Geodaten und digitale Verwaltung sind inhaltlich eng miteinander verknüpft, da insbesondere stadtentwicklungsnahe Verwaltungsprozesse häufig auf raumbezogene Daten angewiesen sind.
Die jeweiligen Fach-Communities haben sich allerdings in den letzten zehn Jahren weitgehend unabhängig voneinander entwickelt. Über die Modellprojekte Smart Cities wurde dieser Entwicklung ein Impuls gegeben, und die Zusammenführung der Fachdomänen hat einen deutlichen Schub erfahren.
3. Digitale Zwillinge als gemeinsames Vorhaben
Die Technologie der digitalen Zwillinge (DZ) bietet hier ein vielversprechendes Werkzeug, um diese beiden Fachdomänen miteinander zu verzahnen. Unter DZ wird die virtuelle Darstellung eines Systems oder Prozesses verstanden.
Sie stellen mittlerweile eine Schlüsseltechnologie dar, die neue Formen der Wissensgenerierung für Entscheidungsträger/innen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft ermöglicht. Erreicht werden dadurch eine effektive Stadtplanung sowie Effizienzsteigerungen in Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Dr. Wolfgang Beckröge, Präsident des Deutschen Dachverbands für Geoinformation e. V.
„Digitale Zwillinge müssen mehr als reine Abbilder sein – sie sollten funktionale Modelle sein, die physikalische und sozio-ökonomische Aspekte verbinden, um städtische Komplexität realitätsnah abzubilden.“
4. Digitale Zwillinge „in die Fläche“ bringen
Doch auch diese Fortschritte sind oft auf Leuchtturmprojekte beschränkt, die durch großzügige Förderprogramme ermöglicht wurden. Für die breite Masse der Kommunen in Deutschland bleibt die Umsetzung solcher Ansätze daher bislang eine Herausforderung.
Wie lässt sich also die flächendeckende Integration digitaler Zwillinge in die kommunale Praxis erreichen? Unserer Überzeugung nach liegt der Schlüssel in einer konsequent bedarfsorientierten und inkrementellen Einführung, die sich an den spezifischen Anforderungen kommunaler Fachabteilungen orientiert.
5. Webinar als fokussiertes Austauschformat
Um diesen Prozess zu fördern, möchten wir ein Webinar ins Leben rufen, das genau hier ansetzt: Es bringt die relevanten Akteure – wie Fachabteilungsleiter, GIS-Experten und Fachverantwortliche für das Geodatenmanagement – zusammen und präsentiert Best Practices, die gezielt auf deren Herausforderungen eingehen und Umsetzungen initiieren soll.
„Ich setze mich für digitale Zwillinge ein, weil sie eine Schlüsseltechnologie sein können, um städtische Prozesse effizienter zu gestalten und fundierte Entscheidungen zu ermöglichen. Sie bieten die Chance, die Kommunallandschaft innovativ und nachhaltig weiterzuentwickeln. Dafür müssen wir jedoch noch einiges lernen und die notwendigen Grundlagen schaffen, um das Potenzial voll ausschöpfen zu können.“
„Für einen umsetzungsorientierten Austausch über digitale Zwillinge möchten wir gemeinsam mit Ihnen ein interaktives Webinar gestalten.“