Mittwoch, 21. Februar 2024

Urban Digital Event in Berlin

An diesem Montagabend im November hatten wir das Vergnügen, unsere Community
zu einem kreativ-informativen Treffen einzuladen, um die Zukunft der städtischen Digitalisierung, mit Fokus auf die Themen Betriebsmodelle, Pitch Night, Generative KI und Kommune trifft Tech, ideenreich zu beleuchten.

Videorückblick

Unsere Themen

Kommune trifft Tech

Für die Gestaltung digitaler Städte, die lebenswert, nachhaltig und technologisch fortschrittlich sind, spielen die Berührungspunkte zwischen Kommunen und Techunternehmen eine zentrale Rolle. Gegenwärtig sind diese Berührungspunkte jedoch weitgehend unkoordiniert, obgleich digitale Dienste wie Google Maps, Lieferando, Airbnb oder nebenan.de faktisch auf das Stadtgeschehen einwirken. Diskutiert haben wir unter anderem folgende Fragen:

  • Was sind die Anwendungszwecke von Smart-City-Apps und privaten App-Anbietern für soziale Vernetzung?
  • Sollten uns proprietäre oder vom Staat bereitgestellte „neutrale“ Dienste durch den Raum navigieren?
  • Sollten uns proprietäre oder vom Staat bereitgestellte „neutrale“ Plattformen über in der Stadt verfügbare Angebote informieren?
  • Wie ausschlaggebend ist die Anwendung von Technologie für den Platz einer Stadt im Smart-City-Ranking?

Betriebsmodelle

Für die Verstetigung von Smart-City-Projekten stellt sich die zentrale Fragestellung, welche Betriebsmodelle für welche Anwendungsfälle der digitalen Stadtentwicklung sich eigenen, damit deren wirtschaftliche Tragfähigkeit mit den Zielen der integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung im Einklang steht.

  • Wie ist die Rolle der Stadtwerke in der Smart City?
  • Was ist das vielversprechendste Betriebsmodell für digitale Zwillinge?
  • Welchen Gegenwert erwarten Bürger:innen für Daten? Wie rechtfertigen sich Datenspenden? In der Privatwirtschaft sind es oftmals sehr benutzerfreundliche Leistungen.
  • Müssen Kommunen sich selbst Daten sichern oder sollten Sie per se Zugriff darauf haben, sofern diese Daten eine bessere Ausführung der kommunalen Daseinsvorsorge ermöglichen würden?
  • Sollte eine Kommune den Betrieb von digitalen Anwendungen komplett an Digitalunternehmen auslagern oder nicht?
  • Welche Rolle sollten staatliche Förderungen bei der Umsetzung von Smart-City-Projekten und -Lösungen spielen? Wie können sich nicht geförderte Kommunen digitalisieren?

Pitch Night

Die Rolle von kostengünstigen und schnell umsetzbaren Projekten („Quick Wins“) wird im Bereich der Smart Cities oftmals betont. Sie ermöglichen es den Kommunen, die Zusammenarbeit mit Lösungsanbietern rasch zu testen und den Mehrwert bzw. die Herausforderungen von Smart-City-Projekte im kleinen Maßstab zu testen. Diskutiert haben wir unter anderem folgende Fragen:

  • Welche kostengünstigen Smart-City-Projekte können Anbieter für Städte umsetzen, so dass Städte schnell ermitteln können, ob diese Entwicklungspfade für sie zielführend sind?
  • Welche Verwicklungen und Geschichten haben Vergaberecht, Open Source und kommunalpolitische Entscheidungen im Smart-City-Bereich hervorgebracht?
  • Wann braucht eine Stadt eine IoT-Plattform (Gerätemanagement) und wann ist der Aufbau einer ganzen urbanen Datenplattform zielführend?
  • Wie können Beteiligungsformate so gestaltet werden, dass sie die gesamte Stadtgesellschaft einbeziehen und u.a. auch junge Menschen erreichen?
  • Bei der Vielzahl an „historisch gewachsenen IT-Systemen einer Stadt“ stellt sich die Frage, wie eine Koexistenz und Interoperabilität sichergestellt werden kann. Welche Use Cases demonstrieren gut einen solchen „System of Systems“ Ansatz?

Generative KI

Generative Künstliche Intelligenz (KI) befindet sich in einem frühen Stadium der Anwendung in der Stadtentwicklung. In der Theorie könnte Generative KI dazu beitragen, die Stadtplanung effizienter und responsiver zu gestalten. Beispielsweise könnte sie bei der Simulation verschiedener Stadtentwicklungspläne helfen, um die bestmöglichen Optionen für Verkehrsflüsse, Grünflächen oder Bebauungsdichte zu ermitteln. Jedoch steht die praktische Anwendung solcher Systeme in der Realität noch vor großen Herausforderungen, unter anderem in Bezug auf Datenverfügbarkeit, Modellgenauigkeit und ethische Aspekte. Diskutiert haben wir unter anderem folgende Fragen:

  • Wie relevant sind Automatisierung, KI und Generative KI jeweils für kommunale Aktivitäten?
  • Welche Potenziale eröffnet Generative KI für die Lebensqualität unseres Wohn- und Arbeitsumfeldes und welchen Akteure obliegt es, diese zu heben – Digitalunternehmen, Stadtverwaltungen, Zivilgesellschaft,…?
  • Wie wird sich das Stadterleben (und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen) verändern, wenn Generative KI in der Lage ist, Bilder des Stadtraums zu interpretieren? Schon heute funktionieren Prompts wie „Was sehe ich in dieser Straße?“
  • Aktuell sind bei Debatten rundum Generative KI insbesondere Large Language Models (Modelle zum allgemeinen Sprachverständnis) im Zentrum der Aufmerksamkeit. Bedeutet dies, dass sie zunächst Verwaltungsleistungen stärker beeinflussen werden als Smart-City-Projekte?

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