Digitale Verwaltung für die lebenswerte Kommune
In vielen Kommunen wird intensiv an der Digitalen Transformation gearbeitet. Prozesse werden optimiert, neue Tools eingeführt, Pilotprojekte gestartet. Gleichzeitig fehlt oft der systematische Austausch darüber, welche digitalen Anwendungsfälle im Alltag tatsächlich Wirkung entfalten und die Lebensqualität für Bürger:innen verbessern.
Mit dieser Umfrage richten wir den Blick genau darauf und machen sichtbar, wo Kommunen heute stehen. Die Ergebnisse und nächsten Schritte besprechen wir am 6. März von 10:00 bis 12:00 Uhr.

Umfrage – Wie macht digitale Verwaltung Kommunen lebenswerter?
Unsere Botschaft
1. Status Quo
Für Kommunen gibt es viele Aktivitäten und Austauschformate rundum Digitalisierung und Veränderung. Weniger systematisch wird bislang betrachtet, welche konkreten Anwendungsfälle dauerhaft Wirkung entfalten und welche organisatorischen Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Gleichzeitig haben Smart-City-Ansätze wichtige Erfahrungen zu nutzerzentrierter Entwicklung und Datenarbeit geliefert, treffen in der Praxis jedoch häufig auf bestehende Prozesse und Zuständigkeiten, die stärker mitgedacht werden müssen.

Lena Sargalski
Stabsleitung Strategie, Innovation und Digitalisierung, Stadt Bad Salzuflen
„In Bad Salzuflen haben wir mit dem digitalen Reisebegleiter MeinS und dem Anliegenmelder die Smart-City-Ansätze Vernetzung und Nutzerorientierung in konkrete Verwaltungsanwendungen übersetzt. Entscheidend ist es für uns, sie dauerhaft tragfähig in der Verwaltungsorganisation zu verankern.“
Jan Klumb
Referent für Ordnung, Digitale Verwaltung und Bürger:innenservice | Standesbeamter | Stellv. Vorsitzender NExT Netzwerk
„eID, BundID und VideoIdent zeigen, wie vielfältig digitale Identifizierung heute sein kann. Wir schaffen damit in Wiesbaden bei verschiedenen Verwaltungsleistungen flexible und rechtssichere Zugänge, die den Alltag der Menschen spürbar erleichtern.“
2. Digitalisierung verankern
Digitale Lösungen bleiben dadurch oft projektbezogen oder an einzelne Personen gebunden. Unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Verwaltung erschweren eine gemeinsame, nachhaltige Weiterentwicklung.
Zentral ist daher die Frage, wie digitale Verwaltung organisatorisch so aufgestellt werden kann, dass sie effizienter, leistungsfähiger und demokratiestärkend wirkt.
3. Digitale Verwaltung neu denken
Zentral ist daher die Frage, wie sich kommunale Verwaltungen so modernisieren können, dass digitale Angebote nicht nur effizienter sind, sondern auch leistungsfähiger und demokratiestärkend wirken.
Im Fokus stehen dabei nicht einzelne Technologien oder der Begriff „Smart City“, sondern konkrete Anwendungsfälle, organisatorische Voraussetzungen und ein gemeinsames Verständnis von digitaler Verwaltungsarbeit.
„In Nettetal ist es unser Anspruch, digitale Verwaltungsleistungen verständlich, lebenslagenorientiert und bestenfalls selbsterklärend zu gestalten. Mit diesem Mindset entwickeln wir z. B. unser Serviceportal gezielt weiter, um die Antragsqualität zu verbessern, Mitarbeiter:innen zu entlasten und einen zeitgemäßen Bürgerservice zu ermöglichen.“

Martina Nolte
Teamleitung eGovernment bei Stadt Mönchengladbach | Mitglied des Vorstands
„Ich engagiere mich in dieser Initiative, um digitale Verwaltung als Hebel für lebenswerte Kommunen weiterzuentwickeln: pragmatisch, skalierbar und politisch wirksam.
In Mönchengladbach haben wir z. B. einen ePayment Regelprozess, welcher dafür sorgt, dass Online-Zahlungen der Bürger:innen vollautomatisiert eingehen sowie interne Workflows, die Mitarbeiter:innen entlasten und Prozesse beschleunigen. So entsteht mehr Zeit für Beratung, Teilhabe und kommunale Gestaltung.“
4. Erfahrungen sammeln und bündeln
Mit der Umfrage machen wir den aktuellen Stand in den Kommunen sichtbar. Wir erfassen, welchen Stellenwert digitale Transformation im Arbeitsalltag hat, wo Hemmnisse liegen und welche digitalen Angebote bereits heute zur Lebensqualität beitragen.
Gleichzeitig sammeln wir gute Beispiele aus der Praxis, die zeigen, wie digitale Verwaltung im Alltag funktionieren kann.
5. Austausch über Best Practices
Auf Basis der Ergebnisse möchten wir gezielte Austausch und Lernformate entwickeln. Ziel ist es, Wissen aus unterschiedlichen Kommunen zusammenzubringen, voneinander zu lernen und den Transfer in die Breite zu unterstützen.
So entsteht ein gemeinsamer Lernraum für eine digitale Verwaltung, die langfristig wirkt und lebenswerte Kommunen stärkt.

Dimitri Ravin
Content & Partnerschaften bei urban-digital.de
„Für einen umsetzungsorientierten Austausch über Best Practices der digitalen Stadtentwicklung müssen wir die Fach-Communities Verwaltungsdigitalisierung und Smart City stärker zusammenbringen.“



