Digitale Brachflächenkataster mit brown2value

Brachflächen zeichnen sich als ehemals genutzte Flächen (z.B. gewerblich/industriell oder militärisch, Bahnflächen) aus, auf welchen nun keine Nutzung bzw. keine wesentliche Restnutzung mehr stattfindet oder welche momentan nicht plankonform genutzt werden. Diese Flächen haben unter Berücksichtigung einer flächensparenden Siedlungspolitik großes Potential für neue Nutzungen, insbesondere im urbanen Raum.

Spacedatists ermöglicht mit brown2value die Auswertung und Veredelung von Open GeoData für den Aufbau eines digitalen Brachflächenkatasters. Hierfür werden die frei verfügbaren Luftbilder für den gewünschten Untersuchungsraum mit modernen Methoden der Fernerkundung systematisch ausgewertet. Ferner ist die direkte, automatisierte Veredelung der detektierten Flächen mit semantischen Anreicherungen über Standortinformationen möglich: z.B. Größe, Adresse, Flur-/Flurstücksnummer, Bodenpreis, Versiegelungsgrad, Vegetationsanteil, Höhenmodellierung etc.

Im Rahmen von brown2value bereitet Spacedatists die Ergebnisse in einer Web-Karte auf, um mit Flächeneigentümern, Behörden und der Öffentlichkeit ortskundliches Expertenwissen in ein ganzheitliches Brachflächenmonitoring auszubauen. Das Vorgehen lässt sich dabei in drei Stufen einteilen:

  1. Detektion potentieller Brachflächen
  2. Veredelung mit Standortinformationen
  3. Web-basiertes Brachflächenmonitoring

 

Stufe 1 – Detektion potentieller Brachflächen

Aktuelle Luftbilder (Digitale Orthophotos) werden mit bis zu 10 cm Bodenauflösung mit historischen Luftbildern systematisch abgeglichen. Anhand fest definierter Indikatoren (z.B. Ruderalvegetation, teilversiegelte Flächen, Fundamentreste, Gebäudeschäden, leere Betriebsparkplätze, extensive Nutzungen etc.) lassen sich potentielle Brachflächen mit und ohne Gebäudebestand mit hoher Genauigkeit detektieren.

Die Verortung und Abgrenzung der potentiellen Brachflächen erfolgt dabei direkt über amtliche Flurstücksgrenzen. Dabei werden (wenn möglich) bestehende Realnutzungskartierungen berücksichtigt, um die Auswertungen bereits initial und im laufenden Prozess zu optimieren.

Abb.: Spacedatists GmbH Darstellung, verwendete Geodaten: ALKIS vereinfacht, WMS NW DOP, WMS NW Historische DOP: Geobasis NRW (2018) Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

 

Stufe 2 – Veredelung mit Standortinformationen

Die Veredelung der detektierten Flächen erfolgt mit semantischen Anreicherungen über Standortinformationen: z.B. Größe, Adresse, Flur-/ Flurstücksnummer, Bodenpreis, Vegetations-anteil, Versiegelungsgrad, Höhenmodellierung etc. Alle Standortinformationen werden mittels Open Data-Analysen ermittelt.

Abb.: Spacedatists: Eigene Darstellung, verwendete Geodaten: ALKIS vereinfacht, WMS NW DOP, WMS NW Historische DOP: Geobasis NRW (2018) Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0)

Stufe 3 – Web-basiertes Brachflächenmonitoring

Durch die Präsentation der Brachflächenkartierung in einer Web-Karte können Auftraggeber wichtiges Expertenwissen von Eigentümern, Behörden und der Öffentlichkeit (Ortskunde) hinzugewinnen und diese somit am Kataster direkt beteiligen. Dies ist insbesondere wichtig, um bspw. nicht einsichtbare Leerstände erfassen zu können oder neue, bereits realisierte Nutzungen zu berücksichtigen. Die Kartierung kann somit jederzeit überprüft und fortlaufend aktualisiert werden. Hierdurch kann ein ganzheitliches Brachflächenmonitoring aufgebaut werden. Das Online Kataster kann zudem die Vermarktung der Flächen unterstützen.

Abb.: Spacedatists GmbH, eigene Darstellung, verwendete Geodaten: Esri, Garmin, (C) OpenStreetMap contributors, and the GIS user community

 

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