Die Akademie der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) mit Sitz in Düsseldorf ist ein zentrales Fort- und Weiterbildungsinstitut für Architekt:innen und Planer:innen in NRW. Mit einem breiten Seminar- und Veranstaltungsangebot an vier Standorten im Land begleitet die Akademie Architekt:innen und Planer:innen bei der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen des Planens und Bauens.
Digitalisierung, KI und BIM gehören längst zu den zentralen Schwerpunkten des Programms. Wir haben Dr.-Ing. Friederike Maus, Geschäftsführerin der Akademie der AKNW, gefragt, wie die Planungsbranche in NRW mit dem digitalen Wandel umgeht und welche Rolle die Akademie dabei spielt.
Die Akademie der AKNW begleitet Architekt:innen und Planer:innen mit einem breiten Fortbildungsangebot im Bereich Digitalisierung. Welche Themen fragen Ihre Teilnehmenden aktuell am stärksten nach?
Aktuell werden alle Seminare rund um das Thema KI im Planungsbüro sehr stark nachgefragt. Dabei zeigt sich, dass die Vorkenntnisse der Teilnehmenden teils deutlich variieren: Neben Architekt:innen und Planer:innen ohne Vorerfahrung im KI-Einsatz gibt es zunehmend auch Teilnehmende, die sich gezielt für Vertiefungsseminare interessieren. Darauf gehen wir bei der Programmplanung verstärkt ein.
KI verändert die Planungsbranche rasant. Was können Architekt:innen und Planer:innen heute schon konkret aus Ihren Seminaren mitnehmen?
Bei der Auswahl der Seminarthemen und Referent:innen legen wir großen Wert auf einen hohen Praxisbezug. Viele Referent:innen sind z. B. selbst Architekt:innen und in Planungsbüros tätig. So entsteht eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die einen intensiven Austausch ermöglicht. In vielen Seminaren gibt es zudem praktische Übungen: Die Teilnehmenden werden aktiv eingebunden und erhalten konkrete Impulse für die Umsetzung im Büroalltag.
BIM ist seit Jahren ein zentrales Thema in der Fortbildung. Wie hat sich die Nachfrage und das Verständnis dafür in den letzten Jahren verändert?
Die Akademie hat den BIM-Standard der Deutschen Architekten- und Ingenieurkammern (BSDAIK) mitentwickelt und bietet dessen Module seit Jahren kontinuierlich an. Wir beobachten, dass die BIM-Pioniere inzwischen über sehr viel Know-how verfügen und dieses Wissen zunehmend intern in den Büros weitergeben. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Einführung ist, dass mehrere Architekt:innen bzw. Planer:innen die Methodik gemeinsam tragen und die Umsetzung im Büroalltag aktiv vorantreiben. Das wird in vielen Büros bereits so gelebt und von unserem Referententeam dringend empfohlen.
Die Workation im Rheinland bringt Anfang Mai Kommunen, Architektur- und Planungsbüros und digitale Akteure zusammen. Welche Impulse erhoffen Sie sich von solchen regionalen Austauschformaten für die Planungsbranche in NRW?
Der persönliche Austausch stärkt das gegenseitige Verständnis. Planungs- und Bauprojekte sind dann am erfolgreichsten, wenn alle Beteiligten ein gemeinsames Bild der Aufgaben und Herausforderungen entwickeln und kooperativ zusammenarbeiten. Regionale Austauschformate ermöglichen das Kennenlernen weiterer Akteure, unterstützen die Netzwerkbildung und sind oft Impulsgeber für gemeinsame Projekte. Wir wünschen allen Beteiligten eine erfolgreiche Teilnahme und gute Kontakte!
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