Esri Deutschland ist führender Anbieter für Geoinformationssysteme (GIS) im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen ist mit Standorten in Bonn und Köln tief im Rheinland verankert und begleitet von hier aus Kommunen, Behörden und Unternehmen bei der digitalen Transformation.
Besonders sichtbar wird diese regionale Verankerung durch die EsriKon: Die jährliche Anwenderkonferenz im World Conference Center Bonn zählt mit über 1.500 Teilnehmenden zu den größten GIS-Konferenzen im deutschsprachigen Raum. Thematisch stehen digitale Zwillinge, GeoAI und souveränes Krisenmanagement im Mittelpunkt.
Im Rahmen der Workation im Rheinland lädt Esri Deutschland am 5. Mai nach Bonn ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Zwillinge Kommunen auf den Ernstfall vorbereiten können. Wir haben vorab mit Lea Hemetsberger, Head of Sales Local Government, und Tim Hermes, Business Development Manager, gesprochen.
💡 Vorbereitet für die Zukunft – Digitale Zwillinge für ein souveränes Krisenmanagement
📍 Bonn
🕐 10:00 bis 12:00 (+ Networking Lunch)
👥 Vertreter:innen aus Kommunen, Kreisen und der Landespolitik (v.a. EntscheiderInnen)
ℹ️ Esri Deutschland
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Digitale Zwillinge gelten als Schlüsseltechnologie für das Krisenmanagement. Was verstehen Sie darunter und warum ist das Thema gerade für Kommunen so relevant?
Tim Hermes: Digitale Zwillinge verstehen wir nicht als statische 3D-Modelle, sondern als dynamische Abbilder der Realität. Damit können Kommunen und Kreise Szenarien, zum Beispiel mit verschiedenen Niederschlagsmengen, durchspielen und so fundierte Entscheidungen unterstützen. Besonders für Kommunen und Kreise entsteht dadurch ein einfacher und effizienter Zugang, Krisenszenarien im Vorfeld zu modellieren und sich präventiv optimal aufzustellen. Im Ereignisfall schärfen digitale Zwillinge das Lagebild und unterstützen Krisenstäbe und Einsatzkräfte dabei, schnell und zielgerichtet zu handeln.
Welche konkreten Anwendungsfälle aus der Praxis zeigen, wie GIS-Technologie und digitale Zwillinge im Ernstfall tatsächlich helfen?
Lea Hemetsberger: Die Anwendungsfälle erstrecken sich von der Prävention bzw. der Vorbereitung auf mögliche Szenarien, über den Einsatz in der akuten Krisensituation bis hin zur Nachbereitung und Evaluierung des Krisenfalls. Göttingen nutzt Esri Technologie zur Erstellung von Starkregen-Gefahrenkarten.
In Leipzig werden die Pegelstände im Dashboard und in der Karte visualisiert und ausgewertet. Und der Kreis Lippe nutzt Drohnendaten und 3D Visualisierungen, um sich auf Wetterextreme vorzubereiten. Manche Kommunen, wie Erftstadt‑Blessem, analysieren zunächst die durch ein Unwetter entstandenen Schäden. Auf dieser Basis planen sie anschließend den Wiederaufbau beziehungsweise die Instandhaltung
Was nehmen Vertreter:innen aus Kommunen, Kreisen und der Landespolitik konkret aus Ihrem Termin in Bonn mit?
Tim Hermes: In unserer Session zeigen wir Best‑Practice‑Beispiele, die eindrucksvoll demonstrieren, wie digitale Zwillinge die kommunale Krisenvorsorge auf ein neues Niveau heben. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Einblicke, wie andere Kommunen und Kreise bereits heute resilienter planen, handeln und was die Landesverwaltung NRW bereits an Diensten bereitstellt. Mit diesen Impulsen können Vertreter:innen aus Kommunen, Kreisen und der Landespolitik gestärkt in ihre Organisationen zurückkehren und die eigene Weiterentwicklung digitaler Zwillinge gezielt vorantreiben, insbesondere mit Blick auf eine moderne, vorausschauende Krisenvorsorge.
Esri Deutschland ist mit Standorten in Bonn und Köln seit vielen Jahren im Rheinland präsent und richtet dort jährlich seine große Konferenz aus. Was macht die Region aus Ihrer Sicht besonders interessant für die digitale Stadtentwicklung?
Lea Hemetsberger: Das Rheinland ist sowohl aus Regionalentwicklungssicht, als auch für die digitale Stadtentwicklung höchst spannend: Zum einen ist das Rheinland durch den Braunkohleausstieg und den Strukturwandel im Umbruch. Dabei muss vieles neu gedacht werden, von Windenergieflächen bis hin zu Rekultivierung. Gleichzeitig konkurrieren verschiedene Bedarfsträger um Fläche: Wohnen, Landwirtschaft, Energie, Freizeit, Mobilität und all das auf engem Raum.
Obendrauf kommt noch der Bedarf nach Klimaanpassung und Resilienz. Und da haben wir noch nicht mal von den Entwicklungen in den großen Städten wie Köln, Bonn und der Landeshauptstadt Düsseldorf gesprochen. Im Rheinland kommt also alles zusammen und das gleichzeitig. Und das macht es für jeden Stadt- und Regionalplaner, oder alle, die sich nur ein bisschen für das Thema interessieren, so besonders.
Für wen lohnt sich die Teilnahme an Ihrem Termin in Bonn am 5. Mai besonders?
Tim Hermes: Die Teilnahme lohnt sich besonders für alle, die Verantwortung für kommunale Resilienz, Krisenvorsorge und strategische Planung tragen, also von Krisenstäben über Fachämter bis hin zu Führungs- und Entscheidungsebenen. Ebenso profitieren alle, die den Einsatz digitaler Zwillinge in ihrer Organisation vorantreiben wollen oder Orientierung für den Einstieg suchen.
Lea Hemetsberger: Wer also verstehen möchte, wie moderne Daten- und Simulationswerkzeuge die Krisenarbeit spürbar verbessern können, ist bei diesem Termin genau richtig. Wir freuen uns auf euch!
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Vom 4. bis 8. Mai 2026 verbinden wir Coworking, Fachaustauch und Content-Produktion an verschiedenen Standorten im Rheinland. Thematisch beschäftigen wir uns mit den Themen:
- Urbanen Daten
- Digitale Zwillinge
- KI in der Stadtentwicklung
Das Programm konkretisiert sich: Aktuell stehen 8 Veranstaltungen mit einem Schwerpunkt auf den Raum Köln/Düsseldorf fest. Alle Details finden Sie im Wochenplan auf der Workation-Seite. Weitere Programmpunkte sind in Planung. Die Anmeldung erfolgt direkt bei den jeweiligen Veranstaltern (im Wochenplan verlinkt), so dass Sie selbstverständlich auch an einzelnen Tagen teilnehmen können.



