Mittwoch, 1. Dezember 2021

Austausch über Begleitforschung in Smart City-Förderprogrammen

Am Mittwoch, dem 8. Dezember findet von 9.00 bis 10.30 Uhr die 6. Ausgabe unserer interkommunalen Austauschrunde „Smart City, aber mit Strategie“ online statt. Dieses Mal freuen wir uns auf die Inputs und Gespräche mit Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves (Universität Siegen), Ulf Ries (Cassini Consulting), Jan-Andreas Liebscher (Landeshauptstadt München) und Prof. Dr. Marc Redepenning (Otto-Friedrich-Universität Bamberg).

StartSmart CitySmart City Neuigkeiten - Mai 2021

Smart City Neuigkeiten – Mai 2021

1. Projekte

Stadtentwicklung und Mobilität

  • In Berlin wurde im Rahmen eines BMVI-geförderten Projekts der datenschutzkonforme Einsatz der Open Source-Software ‚OpenDataCam‚ für KI-basierte Verkehrszählungen im kommunalen Bereich erprobt.
  • Stadt Leipzig testet den Einsatz von Drohnen und prüft dabei kommunale Anwendungsfälle. Erhebliche Kostenvorteile bietet der Einsatz von Drohnen u.a. für die Kartierung von Flächen, für Baudokumentationen und Dachinspektionen sowie Baumzählungen.
  • Im hessischen Eichenzell wurde Ende Mai der Spatenstich für den smartcampus vorgenommen. Entstehen wird da in den kommenden Jahren ein Wissens- und Technologiecampus, u.a. mit Büroflächen und einem Fußballfeld-großen Rechenzentrum.

Digitale Verwaltung / Services

  • Das Open Data-Portal der Stadt Heilbronn ist im Mai mit 25 maschinenlesbaren Datensätzen online gegangen. Es basiert auf der Open-Source Lösung DKAN, die auch den Portalen der Städte Köln und Düsseldorf zu Grunde liegt.
  • Stadt Frankfurt/Main lanciert ihr Geoportal. Dieses basiert auf dem Masterportal, einer Open-Source-Implementierungspartnerschaft, die mittlerweile von über 30 Institutionen als ‚Schaufenster‘ für Geodaten genutzt wird.
  • In Ostwestfalenlippe werden im Rahmen des Projekts ‚Smart, 3D und historisch‚ und für die REGIONALE 2022, die historischen Ortskerne von 6 Pilotkommunen digitalisiert. Diese digitalen Modelle sollen als Basis für mehrere Anwendungen dienen.
  • Im ostbrandenburgischen Storkow (Mark) wurde ein auf QR-Codes basierender interaktiver Rundgang umgesetzt, um den Besucher:innen die Handelsgeschichte des Ortes zu vergegenwärtigen.
  • Die kommunale App der nordrhein-westfälischen Stadt Arnsberg wurde in ihrem Design erneuert und auch um die interaktive Funktion ‘Mein Arnsberg‘ erweitert. App-Nutzer:innen können so sehenswerte Motive fotografieren, räumlich verorten, kommentieren und damit mit der Stadtgesellschaft teilen.

Governance

  • Stadt Garbsen und die lokalen Stadtwerke gründen mit weiteren Partnern aus der Stadtwirtschaft und -gesellschaft den Verein ‚diginauten‚, um damit Governance-Strukturen für ihre Smart City-Entwicklung zu schaffen.
  • In Mannheim gründen das lokale Energieunternehmen und die Stadt Mannheim ein Joint Venture ‚sMArt City Mannheim GmbH‚, um die dezentrale, erneuerbare und digital gesteuerte Stromerzeugung für städtische Liegenschaften, zu forcieren.

Digitale Beteiligung

  • In Kaiserslautern ergibt eine Umfrage unter Bewohner:innen zu intelligenter Straßenbeleuchtung, dass sie insbesondere die Funktion der individuellen Helligkeitssteuerung als einen Zugewinn an Sicherheit im öffentlichen Raum, bevorzugen.
  • Stadt und Landkreis Regensburg beabsichtigen eine dreiphasige digitale Bürgerbeteiligung, um die langfristige Entwicklung der Region zu strukturieren.

Kommunalwirtschaft

  • In Dansenberg (Kaiserslautern) sind an den Abfallbehältern seit April Aufkleber mit QR-Codes installiert, mit deren Hilfe Bürger:innen per Smartphone und ohne Anmeldung Beschädigungen bei der Straßenreinigung melden können.
  • In Altenmünster bietet die digitale Füllstandserfassung von 39 Hundetoiletten eine bessere Grundlage für die Leerungsaktivitäten des Abfallwirtschaftsbetriebes.
  • Stadt Gelsenkirchen digitalisiert die Grundwasser-Messung in ihrem Smart City-Experimentierlabor Open Innovation Lab (OIL) im Gelsenkirchener ARENA PARK, um die Grundwasserentwicklung i. Z. m. dem Klimawandel besser nachvollziehen zu können.

2. Strategien

  • Stadt Wolfsburg legt den Entwurf ihrer Smart City-Strategie vor, die nach Beratungen in den politischen Gremien voraussichtlich im Juli vom Stadtrat verabschiedet werden soll. Mit 198 Seiten ist das Strategiepapier nach unserem Wissen das Umfangreichste aller deutschen Smart City-Strategien.
  • Die in Schleswig-Holstein gelegene Gemeinde Süderbarup hat Anfang Mai ihre Smart City-Strategie verabschiedet.
  • Im Mai haben die Städte Haßfurt und Bamberg ihre Bürger:inbeteiligungsplattformen für die Erstellung ihrer Smart–City-Strategien im Rahmen des BMI-Förderprogramms, lanciert.

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2. Veröffentlichungen

  • Bitkom untersucht den Stellenwert digitaler Bürgerservices und Infrastruktur für junge Menschen und kommt zum Schluss, dass eine ausbleibende Digitalisierung am Heimatort, für 26 % der 16-29-jährigen einen möglichen Umzugsgrund darstellt.
  • Das BMI, BBSR und die Initiative Smart City Dialog verabschieden den Leitfaden ‚Datenstrategien für die gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung‚. Neben Handlungsempfehlungen, unterschiedlichen Datenarten sind auch einige Best Practices gelistet.
  • Welche Werkzeuge und Potenziale digitale Technologien für die kommunale Jugendbeteiligung mit sich bringen, thematisiert eine 22-seitige Handreichung der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.

3. Veranstaltungen im Juni

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Beitrag

Dimitri Ravin
Dimitri Ravin befasst sich seit dem Jahr 2017 als Initiator von urban-digital.de mit dem Einfluss der Digitalisierung auf Städte. Parallel ist er mit Beratungs- und Vortragstätigkeiten i. Z. m. Smart City Projekten und Strategien tätig. Davor untersuchte er am Institut für den öffentlichen Sektor (KPMG) die Smart City-Strategien deutscher Großstädte und war als Projektassistenz für digitale Projekte bei der Stadt Dortmund angestellt. Mehr Informationen und Kontaktdaten →

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